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Stadtsanierung Eldagsen: Maßnahmen in der Warteschleife / Verwaltung muss mit Land verhandeln

Kirchplatz-Verschönerung startet erst 2012

Eldagsen. Das Jahr ist erst ein paar Tage alt – und trotzdem steht es schon fest: Die bei der Stadtsanierung Eldagsen angepeilten öffentlichen Maßnahmen werden 2011 nicht mehr in die Praxis umgesetzt. Das erklärte die städtische Planungsleiterin Susan Demelius gestern gegenüber der NDZ. Weil die Verschiebungen auch Auswirkungen auf Fördermittel haben können, müsse die Verwaltung noch einmal mit dem zuständigen Ministerium sprechen, so Demelius.

Blick auf die evangelische Kirche in Eldagsen: Der Platz rund um das Gotteshaus wird dieses Jahr noch nicht erneuert. Fotos: ric
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Christian Zett Redaktionsleiter zur Autorenseite

Dabei müsse geklärt werden, was passiert, wenn die Stadt Teile der Gelder vom Land länger als die zwei erlaubten Jahre aufspart. „Es ist eine Riesensumme, die wir verbauen. Ob wir das innerhalb der Frist schaffen, weiß ich nicht.“ Besonders, weil in diesem Jahr für die öffentlichen Maßnahmen erst einmal nur geplant wird. Los gehen soll es wie berichtet mit der Sanierung des Geländes rund um die St.-Alexandri-Kirche. „Hier steigen wir jetzt langsam ein mit ersten Vermessungen, Eigentümergesprächen, Planungen und Verträgen“, erklärt Demelius das aktuelle Vorgehen der Stadt.

Kirchenumfeld hat Priorität

Die Umgestaltung des Kirchenumfelds war im vergangenen Jahr erst von der Politik an die Spitze der Prioritätenliste gehievt worden. Geplant ist danach etwa die Umgestaltung der Straße „Namenloser Knick“, aber auch Änderungen am Fahrbahnzuschnitt in zahlreichen Seitenstraßen, die Erneuerung von Fußwegen – etwa entlang des Gehlenbachs –, die Erneuerung von Spielplätzen oder der Bau eines Kreisverkehrs am Ortsausgang in Richtung Springe. Außerdem soll der alte jüdische Friedhof aufgewertet werden. Zahlreiche Grünflächen und Baumpflanzungen stehen ebenfalls auf der Liste der Planer.

Angelaufen sind unterdessen die ersten privaten Sanierungsmaßnahmen. Etwa 15 Immobilienbesitzer im Ortskern sind bereits aktiv, schätzt Demelius. Ihre Häuser werden mit Schildern markiert, die sie als Teil des Großprojekts Stadtsanierung ausweisen. „Wir haben allerdings schon weitaus mehr Gespräche mit Interessierten geführt“, so die Stadtplanerin.

Eine der ersten privaten Maßnahmen: Birgit Niedermeier an ihrem Haus. Die Fassade des Fachwerkgebäudes an der Pfarrstraße ist zu
  • Eine der ersten privaten Maßnahmen: Birgit Niedermeier an ihrem Haus. Die Fassade des Fachwerkgebäudes an der Pfarrstraße ist zum Teil schon saniert.

Doch nicht immer gestaltet sich das so einfach: „Das ganze Prozedere ist sehr aufwändig: Anträge, Angebote – da verzweifelt man schon mal.“ Die Aufgabe der Stadt sei es dann, zu unterstützen und „die Leute bei Laune zu halten“, so Demelius. Bei den Eldagsenern, die schon dabei sind, habe sie aber eine große Zufriedenheit ausgemacht, so die Planerin.

Im kommenden Monat will die Stadt laut Demelius mit einer Infoveranstaltung auch die heimischen Handwerker in Sachen Stadtsanierung fit machen. Bei der Zusammenkunft am 8. Februar stehen dann die geplanten Stadtsanierungsprojekte auf der Tagesordnung. Es geht um die Durchführung, um Förderbedingungen, aber auch um die neue Energieeinsparverordnung. „Das ist für fast alle Springer Handwerker wichtig“, sagt Demelius.



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