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Keine Zeit zum Feiern

Springe. Eigentlich müsste bei der Firma „Holz & Technic“ heute groß gefeiert werden. Denn vor 25 Jahren wurde das Unternehmen gegründet. Um das Jubiläum anständig zu begehen, ist aber in diesen Tagen keine Zeit. Die Auftragsbücher sind voll – und die Zeit ist knapp. Ein Besuch in den Werkshallen des Messebauers.

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Matthias Herbst (51) trägt Jeans und ein blau-weiß-braun-kariertes Hemd. Den linken Arm hat er locker über die Stuhllehne gelegt, ein selbstbewusstes Lächeln im Gesicht. Herbst und sein Kompagnon Klaus Modrow (54) haben es geschafft: von der kleinen Tischlerei zum großen mittelständischen Holzverarbeiter mit 31 Mitarbeitern und 4,2 Millionen Euro Jahresumsatz.

Gestartet waren die gelernten Tischlermeister und Holz- und Betriebstechniker mit einer kleinen Werkstatt in Altenhagen I. „Bei der Bank haben wir unser Umsatzziel auf 300 000 Mark beziffert“, erinnert sich Herbst. Bereits nach drei Monaten hatte ihnen ein Großauftrag 180 000 Mark eingebracht. Das Umsatzziel musste bald nach oben korrigiert werden. „Damals gab’s gar nicht genug Mitarbeiter. Freunde, Verwandte und Bekannte haben mit angepackt.“ Wenig später bauten die Holzexperten den ersten Messestand – damals für die AEG. Der Beginn einer Erfolgsgeschichte.

Heute baut „Holz & Technic“ Messestände und ganze Showrooms für Großunternehmen wie den Bankautomatenhersteller Wincor-Nixdorf, das Elektro-Unternehmen Stiebel-Eltron oder den Labortechniker Sartorius.

„Wir setzen bei unseren Kunden auf eine möglichst langfristige Zusammenarbeit“, sagt Herbst. Für viele Unternehmen managt seine Firma schon seit vielen Jahren die Messeauftritte. Etwa für Wincor-Nixdorf. Die Firma gibt alljährlich neue Stände für ihre große Firmenmesse bei dem Springer Unternehmen in Auftrag.

Dabei bietet „Holz & Technic“ seit einigen Jahren ein umfangreiches Programm an: von der Planung über die Herstellung der Möbel bis zur Technikausstattung der Messestände. Um die Installation und Organisation der Technik kümmert sich Herbsts‘ Sohn Simon.

Zweites Standbein des Unternehmens ist der Innenausbau. Die Herstellung von Möbeln für Praxen und Büros übernehmen sie ebenso wie den Ladenbau und die Gestaltung individueller Möbel. Vom Entwurf über den Bau bis zur Lackierung wird all das auf dem 7000 Quadratmeter großen Firmengelände an der Philipp-Reis-Straße umgesetzt. 1993 war das Unternehmen dorthin gezogen, mittlerweile ist auch das neue Gelände fast zu klein.

Richtig gefeiert wird bei der Firma übrigens erst im September. Dann sind die Aufträge für die großen Herbstmessen abgearbeitet – und die komplette Belegschaft ist aus den Ferien zurück. Derzeit wird an Showrooms für die Firmen Henkel und Wincor-Nixdorf gewerkelt. Weil viele der Arbeiter derzeit im Urlaub sind – ausnahmsweise – auch am Sonnabend. Derzeit ist übrigens auch der Geschäftsführer Klaus Modrow noch in den Ferien. Und ohne den kann ja ohnehin nicht gefeiert werden. rtm

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