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Keine Erschließung großer Wohngebiete

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Mischer

Autor

Ralf T. Mischer Redakteur zur Autorenseite

SPRINGE. Rund um Springe wird gebaut: In Wennigsen werden die Weichen gestellt fürs Wohngebiet Klostergrund mit 150 Wohneinheiten – zusätzlich werden auch in Steinkrug die Bedingungen für ein kleines Baugebiet geschaffen. Und dann auch noch Pattensen: Dort gibt es auch Pläne für ein größeres, neues Wohngebiet. Springe wird also regelrecht umzingelt. Was hat die Stadt künftigen Bauherren zu bieten? Bisher offenbar wenig.

„Die großen städtischen Flächen haben wir nun mal nicht.“

Bürgermeister Christian Springfeld sagt, dass das Thema oben auf der Prioritätenliste stehe – einen großen Durchbruch bei der Erschließung neuer, großer Wohngebiete gäbe es aber nicht. Die Nachfrage ist aber offenbar größer, als der verhaltene Vermarktungsstart des „Großen Grabens“ vermuten ließe: Sowohl beim 2. Bauabschnitt dort, als auch am Bosselweg in Völksen sind offenbar alle Grundstücke schon verkauft – aber die Nachfrage bleibt. Eine Stadt unter Zugzwang.

Springfeld: „Die ganz großen städtischen Flächen haben wir nun mal nicht – wir müssen also mit privaten Grundstücksbesitzern verhandeln.“ Und das gestaltet sich, Springfeld zufolge, oft als schwierig. Denn die Eigentümer hätten nicht selten eher unrealistische Preisvorstellungen.

„Bei so etwas kann man sich nicht am Bodenrichtwert orientieren – immerhin kostet auch die Erschließung Geld“, sagt der Bürgermeister. Derzeit befände sich die Stadt in Gesprächen mit Grundstückseigentümern in Bennigsen: „Wir haben da mehrere Standorte im Visier“, sagt Springfeld. Genaueres könne er zu dem Thema noch nicht sagen.

Klar ist für ihn aber, dass Springe Zuzug braucht: Nicht zuletzt weil junge Leute als Nachwuchs für Vereine und als Steuerzahler gebraucht werden.

Dass es beim Thema Baugebiete trotzdem nicht so recht voran geht, liege auch daran, dass die zuständige Abteilung in der Stadtverwaltung arg von Krankheiten und Personalwechsel gebeutelt sei. „Wir bleiben an dem Thema dran“, sagt er.

Und nutzt die Gelegenheit, um für ein Stadtentwicklungskonzept zu werben: „Dieses Thema könnte man besser angehen, wenn man sich vorab Gedanken darüber machte, wo man herkommt – und wo man hin möchte.“

Dabei will er aber nicht allein auf große Neubaugebiete setzen. „Es geht nicht darum, möglichst viele Häuser nebeneinander zu bauen – das muss optisch auch passen.“ Gleichzeitig sollen auch alte Bestandsimmobilien im Stadtgebiet weiterentwickelt werden.



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