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Eigentümer und Künstler sind dagegen, dass Messingschild angebracht wird

Kein Stolperstein für Albert Silberberg

Springe. Eigentlich wollte der Heimatverein einen Stolperstein zur Erinnerung an den jüdischen Springer Bürger Albert Silberberg setzen. Er wurde von den Nazis ins Konzentrationslager verschleppt, überlebte jedoch und konnte nach Australien auswandern. Das ist offenbar der Grund dafür, dass er keinen Stolperstein bekommt. Die Tatsache, dass er nicht im KZ umgekommen ist, veranlasste den Initiator des Stolpersteinprojekts, den Kölner Bildhauer Gunter Demnig, das Vorhaben in Frage zu stellen. Da zudem auch die Eigentümer des Hauses sich weigerten, dass dort ein Messingschild mit der Geschichte Silberbergs angebracht werden durfte, wurde die Aktion Stolperstein auf Eis gelegt. Ebenfalls auf Eis liegt die Fusion des Heimatvereins mit dem Museumsverein. Eine bereits getroffene Vereinbarung konnte nicht umgesetzt werden, da es beim Museumsverein Schwierigkeiten bei der Suche nach einem neuen Vorstand gibt. „Wir machen deshalb erst mal noch ein Jahr weiter und versuchen es erneut mit dem Zusammengehen“, sagte Heimatvereins-Vorsitzender Fritz Matthies am Donnerstag in der Jahresversammlung.

Autor:

Friedhelm Lüdersen


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