weather-image
Werbegemeinschaft wünscht sich mehr Informationen zum Einzelhandelsgutachten

Kein Konzept fürs Konzept?

Springe. Der Plan, für Springe ein Einzelhandelskonzept zu erstellen, wird vom Werbe- und Informationsring (WIR) ausdrücklich begrüßt. Zugleich fordert Einzelhändler-Chef Wilko Struckmann jedoch mehr Informationen rund um die geplante Untersuchung des Ingenieurbüros aus Dortmund.

270_008_7718019_sprtitel.jpg
Mischer

Autor

Ralf T. Mischer Redakteur zur Autorenseite

„Wir brauchen das Konzept für Springe“, stellt Struckmann, der die „Alte Deister-Apotheke“ betreibt, klar. Im Idealfall könnte es eine breite Debatte über die Zukunft des Einzelhandels in Kernstadt und den Ortsteilen auslösen, hofft er.

Auch die vom Ingenieurbüro angebotenen Extra-Untersuchungen hält er – trotz der Zusatzkosten für Geschäftsinhaber – für sinnvoll. Das Ingenieurbüro Stadt+Handel aus Dortmund bietet den Inhabern einen sogenannten Ladencheck an. Dabei soll die Attraktivität der Geschäfte hinsichtlich ihres Warenangebotes, der Dekoration, aber auch der Serviceangebote untersucht und bewertet werden. Kostenpunkt – je nach Zahl der Teilnehmer: von 120 bis zu 96 Euro pro Geschäft. „Ein Super-Preis“, meint der Chef der Werbegemeinschaft. Kunden möchten moderne Geschäfte, „wenn jemand von außen die Läden unter die Lupe nimmt, ist das sehr wertvoll.“

Er ist sich indes nicht sicher, ob das alle Ladeninhaber so sehen. „Da müssen wir noch Überzeugungsarbeit leisten.“ Und da fängt das Problem an: Bis Ende Mai muss der Auftrag für den Ladencheck vergeben werden – erst seit einigen Tagen wissen die Mitglieder der Werbegemeinschaft überhaupt davon. Bleibt wenig Zeit, um bei den Geschäftsleuten zu werben. „Das ist in 14 Tagen einfach nicht machbar“, sagt Struckmann. Nicht nur der knappe Zeitplan stößt der Werbegemeinschaft bitter auf. „Das ist ja eine Riesenchance für Springe – aber wir wissen nicht wirklich etwas darüber.“

Mit welchen Städten werden etwa die Ergebnisse der Passantenzählung verglichen? Welche Konsequenzen wird die Untersuchung für Politik und Verwaltung haben? Wird sich die Untersuchung nur auf die Kernstadt und die Osttangente beschränken – oder werden auch die Ortsteile mit einbezogen?

„Das würde auf jeden Fall Sinn machen“, meint der Apotheker. Er plädiert für ein möglichst ganzheitliches Konzept, das in die Zukunft weist. „Meine Erfahrung ist, dass die Geschäftsinhaber wissen möchten, wie es weitergeht in der Stadt.“ Eben das wissen sie beim Einzelhandelskonzept offenbar nicht. Noch nicht?

Immerhin ist ein runder Tisch mit Ladeninhabern und den Werbegemeinschaften aus der Kernstadt und den Stadtteilen geplant. Wann dieser indes stattfinden soll, ist ebenfalls noch unklar.

Viele Fragen also. Die Werbegemeinschaft hat sie nach eigenen Angaben mehrfach an die Stadt gerichtet – aber bisher keine Antworten erhalten. Struckmann jedenfalls würde sich wünschen, dass das Konzept zum Konzept möglichst rasch erklärt wird. „Das würde es uns ja auch vereinfachen, für die Ladenchecks zu werben“, argumentiert er.

In einem Leitfaden nennt die Industrie- und Handelskammer drei Punkte, die wichtig für ein Einzelhandelskonzept sind: eine Analyse des Bestands und der Entwicklungspotenziale, die Abgrenzung der Versorgungsbereiche und eine Sortimentsliste, die festlegt, welche Waren wo verkauft werden dürfen.



Anzeige
Anzeige
Weiterführende Artikel
    Kommentare

    Kontakt

    Redaktion
    Telefon: 05041 - 78932
    E-Mail: redaktion@ndz.de
    Anzeigen
    Telefon: 05041 - 78910
    Geschäftsanzeigen: Anzeigenberater
    Abo-Service
    Telefon: 05041 - 78921
    E-Mail: vertrieb@ndz.de
    Abo-Angebote: Aboshop

    Keine Zeitung bekommen? Hier zur Zustell-Reklamation.
    X
    Kontakt