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Kaum Fördergelder für die Digitalisierung der Schulen

SPRINGE. Das Milliardenprogramm des Bundes zur Digitalisierung der Schulen wird Springe bei den eigenen Anstrengungen kaum helfen.

Schule 4.0.: Mindestens zwei Grundschulen benötigen in Springe WLAN. Foto: Dieter Schütz / pixelio.de
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Christian Zett Redaktionsleiter zur Autorenseite

Schul-Fachdienstchefin Gabriele Tegtmeyer teilte der Politik jetzt mit, man rechne mit nur wenig Geld aus Berlin, um damit die eigenen Schulen ausstatten zu können: „Das werden wir aus eigenen Mitteln stemmen müssen.“

Woran liegt‘s? Bis 2021 will der Bund 5 Milliarden Euro für die bessere Ausstattung der Schulen ausgeben. Das Problem aus Tegtmeyers Sicht: Ein Großteil des Geldes bleibe bei den Bundesländern, wo es etwa für die Fortbildung der Lehrer ausgegeben werde. „Bei uns als Kommune wird dann nicht mehr viel übrig bleiben.“

Unterdessen laufen die Arbeiten an einem stadtweiten Medienkonzept weiter: Inzwischen hätten alle Schulen ihre eigenen Unterlagen und Medienpläne eingereicht, sagte Tegtmeyer: „Die werden jetzt bei uns gesichtet und ausgewertet.“ Klar sei schon: „Die Schulen sind ganz unterschiedlich aufgestellt.“

So gebe es mindestens zwei Grundschulen, die ein drahtloses Funkinternet per WLAN-Verbindung benötigten. „Die Türen in der Verwaltung sind bei diesem Thema weit offen“, betonte Tegtmeyer jetzt auch im Schulausschuss: Es sei „für eine moderne Schule nicht mehr darstellbar“, technische Vorrichtungen dieser Art nicht anbieten zu können.

Wie lange es dauert, bis das von der CDU beantragte und im Sommer grundsätzlich beschlossene Medienkonzept steht und umgesetzt werden kann, ist unklar. Zunächst soll eine Arbeitsgruppe aus Eltern und Lehrern von Grund- und weiterführenden Schulen Details ausarbeiten. Fest steht aber schon: Die Mittel für die Digitalisierung sollen nicht Teil der regulären Schul-Etats sein. Stattdessen sollen sie im Haushalt eigens ausgewiesen und dann anhand einer Prioritätenliste ausgegeben werden.

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