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Staats- und Domchor Berlin gastiert in der Klosterkirche Wittenburg / Werke von Johann Eccard

Kai-Uwe Jirka auf „Erinnerungstour“

Wittenburg (hzs). „Die Klosterkirche Wittenburg ist für mich etwas ganz Besonderes. Wir haben hier viele tolle Musiktheaterprojekte gemacht“, erinnerte sich Kai-Uwe Jirka nach dem Konzert des 60-köpfigen Staats- und Domchors Berlin. Unter dem Motto „Der Music Feind seind Ignoranten“ präsentierte der 1465 gegründete, traditionsreiche Chor im Rahmen einer fünf Stationen umfassenden Tournee in Wittenburg eine Mischung aus sakralen und weltlichen Werken.

Der Staats- und Domchor Berlin unter Leitung von Kai-Uwe Jirka. Foto: hzs

„Wir haben den Schwerpunkt auf die Werke von Johann Eccard (Psalm 130 „Aus tiefer Not“, Psalm 46 „Ein feste Burg“) gelegt“, erläuterte Jirka. An der Wiederentdeckung Eccards – eines Kompositionsschülers von Orlando di Lasso – hatte im 19. Jahrhundert der damals Königliche Berliner Domchor erheblichen Anteil.

Aber auch mit „Verleih‘ uns Frieden“ des ehemaligen Chorleiters Felix Mendelssohn-Bartholdy, einem mitreißenden „Moon River“ von Oscar-Preisträger Henri Mancini und einem zu Herzen gehenden, zusammen mit dem Publikum gesungenen „Der Mond ist aufgegangen“ stellte der Spitzenchor seine außergewöhnliche Klangqualität unter Beweis.

Für den seit 2002 als Professor für Chorleitung an der Universität der Künste Berlin und Leiter des Staats- und Domchores tätigen Jirka war das Wittenburger Gastspiel auch eine „Erinnerungstour“. So freute er sich auch über das Wiedersehen mit dem Leiter des Vereins „Freunde der Wittenburger Kirche“, Gerd Janßen. „Jirka hat Ende der 90er Jahre mit den Musiktheaterprojekten unsere Wittenburg aus dem Dornröschenschlaf geweckt und uns geholfen, sie wieder zum geistigen und kulturellen Mittelpunkt zu machen“, so der 70-Jährige.

Bewegt hörten Janßen und die Konzertbesucher Carl Philipp Emanuel Bachs, von Jirka auf der Furtwängler-Orgel gespielte „Sonate II g-Moll“, während der Jungstudent Dennis Chmelensky die Chorleitung übernahm. „Furtwängler ist der berühmteste Orgelbauer der Region. Und sein Opus Nr. 1 steht bei uns“, so Janßen stolz.



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