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K 216-Debatte: Wie weit soll ein Überholverbot reichen?

SPRINGE. Die Politik diskutiert über Maßnahmen, um die unfallträchtige K 216 zu entschärfen. Die Springer SPD setzt auf ein großflächiges Überholverbot zwischen Völksen und Gestorf. Das passt nicht jedem.

CAP/Archiv
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Christian Zett Redaktionsleiter zur Autorenseite

Er habe diese Forderung auch der Region mitgeteilt, erklärte am Wochenende Eberhard Brezski, SPD-Parteichef und designierter Regionsabgeordneter. Das Verbot solle demnach „für die gesamte Strecke zwischen Gestorf und Völksen (bis Abzweigung Richtung Paulmann)“ gelten.

Das städtische Ordnungsamt als Teil der bald tagenden Verkehrskommission hatte gegenüber der NDZ zuvor ein teilweises Verbot in Erwägung gezogen. Bürgermeister Christian Springfeld erinnert auch daran, dass die Kommission und nicht die Politik eine Entscheidung treffe – und zwar unabhängig von tragischen Fällen wie der vor ein paar Tagen verunglückten Radfahrerin. Im Fokus stünden die „ständigen brenzligen Überholvorgänge“ bei Mittelrode, obwohl Autofahrer in Richtung Gestorf den Verkehr vom Limberg hinab schlecht einsehen könnten: „Das sind genug Gründe, sich da über ein Überholverbot und/oder ein Tempolimit – klassischerweise auf 70 im Bereich der Einmündung – Gedanken zu machen“, schreibt der Bürgermeister auf der Facebook-Seite der NDZ. Ähnlich sieht das dort auch seine Partei, die FDP: Ein Überholverbot zwischen Völksen Bahnhof und Mittelrode sei „vertretbar“ – für einige Ortskundige aber ohne Kontrollen kaum wirksam. Einfach „vier bis acht Blechschilder“ aufzustellen und zu denken, dass „alles in bester Ordnung ist“, sei ein unüberlegter Schnellschuss“, so die FDP.

Ein Verbot nur bei Mittelrode gehe ihm nicht weit genug, so Brezski, da „auf der gesamten Strecke unkontrollierte und rücksichtslose Überholmanöver erfolgen“. Bei der NDZ diskutieren auch zahlreiche Autofahrer über die Gefährlichkeit der Strecke: „Einige Überholvorgänge (...) sind mit abenteuerlich kaum noch zu beschreiben“, schreibt ein Leser: „Ein Überholverbot im Bereich der Abzweigung halte ich für überfällig.“



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