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Juso-Chef Brian Baatzsch fordert ein Jugendparlament

SPRINGE. „Die Jusos müssen endlich auch wieder anfangen, sich um die Kommunen am Rand zu kümmern“, sagt Brian Baatzsch, der heimische Vorsitzende der SPD-Nachwuchsorganisation. Dieses Versprechen will der 22-Jährige aus Lüdersen jetzt einlösen und will die Jugend in Springe wieder ins Blickfeld rücken.

Politikstudent Brian Baatzsch bei seiner Wahl in den Bezirksvorstand. FOTO: Baatzsch
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Saskia Helmbrecht Redakteurin zur Autorenseite

Im März wurde er als einziger Vertreter, der nicht aus der Landeshauptstadt kommt in den Juso-Regionsvorstand gewählt und ist einer der acht stellvertretenden Unterbezirksvorsitzenden. „Daher bin ich nun dabei, viele Juso-Arbeitsgemeinschaften im Umland wieder zu gründen“, berichtet Baatzsch. Konkret plant er für Springe, eine Jugendvertretung zu schaffen. „Ich habe den Eindruck, dass die Stadt derzeit kein Interesse daran hat“, so der Lüderser. Rückendeckung bekommt er aber über die gemeinsame Zielvereinbarung von SPD und CDU, in der festgelegt ist, die Einbindung von Kindern und Jugendlichen in die politische Entscheidungsfindung zu unterstützen und Beteiligungsmöglichkeiten zu schaffen. „Eine zukunftsbewusste Kommune muss auch die Stimmen der Jugend anhören und ein Sprachrohr zu Verfügung stellen“, so Baatzsch.

Mit seiner Idee war Baatzsch bereits bei Bürgermeister Christian Springfeld, der sich wegen des hohen Aufwandes aber etwas zurückgezogen haben soll. „Für mich ist das aber kein Grund, aufzuhören.“ Er will mit der Jugendpflege ein Konzept entwickeln, um ein Jugendparlament in Springe ins Leben zu rufen. 2012 wurde das Parlament in der Deisterstadt auf Eis gelegt. Damals hieß es, der personelle Zeit- und Kraftaufwand sei zu groß, um das Gremium am Laufen zu halten. Auch am Konzept selbst gab es Kritik, das Modell etwa sei zu formal gewesen. Zudem wurden die Zuschüsse in Höhe von 7000 Euro gekürzt – die Verwaltung musste sparen. „Es war zu bürokratisch damals“, sagt Baatzsch. Es sei zu schwierig gewesen für Jüngere, in das Gremium zu kommen. Daher sollte das Konzept neu erarbeitet werden. „Unser Ziel ist es aber schon, etwas institutionelles zu schaffen und Ernsthaftigkeit an den Tag zu legen.“

Am 25. Mai ist er in Pattensen zu Gast, am 14. Juni macht er einen Abstecher nach Ronnenberg, um dort Arbeitsgemeinschaften zu gründen. „Letztlich geht es mir darum, eine Parität zwischen Stand und Land innerhalb der SPD zu schaffen, so wie es eigentlich sein sollte. Und dann möchte ich diese Stimme nutzen, um gezielt vom Unterbezirk aus Projekte in Springe oder anderen Kommunen am Rand zu starten.“

Für ein Projekt will Baatzsch bereits jetzt werben: Mit der Netzkarte können Jugendliche für 15 Euro im Monat uneingeschränkt im Bereich des Großraumverkehrs Hannover mit Bus und Bahn fahren. Das Problem: „In den Randgebieten wird das kaum genutzt, weil man hier nicht davon weiß.“ Mit Ständen will der Lüderser nun auf das Angebot aufmerksam machen. „Im Umland ist viel eingeschlafen.“



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