weather-image
23°

Junger Springer verursacht Unfall und verliert seinen Job

SPRINGE. Mit überhöhter Geschwindigkeit und einer Menge Alkohol im Blut hat ein junger Springer im Sommer vergangenen Jahres auf der Bundesstraße 217 einen Unfall verursacht. Weil er gegen einen Strafbefehl Einspruch eingelegt hat, musste er sich jetzt vor dem Amtsgericht verantworten.

Foto: Archiv

Autor

Anne Brinkmann-Thies Reporterin

Mit 2,1 Promille im Blut war der Springer in den frühen Morgenstunden von Springe in Richtung Hannover unterwegs, als er bei einem Überholmanöver von der Fahrbahn abkam und gegen eine Leitplanke prallte. Nur mit einer Vollbremsung habe das nachfolgende Auto einen Unfall verhindern können, sagte die Strafrichterin. „Ich war in Hannover feiern und bin mit dem Zug nach Hause gefahren“, berichtete der junge Mann. Er wisse noch, dass er zu Hause den Autoschlüssel gegriffen habe. Dann aber setze seine Erinnerung aus.

Erst als sein Wagen an der Leitplanke zum Stehen kam, endete sein Filmriss. Zum Glück sei es bei einem Sachschaden geblieben, sagte die Richterin. Der Unfall hätte viel schlimmer ausgehen können.

Folgen hat er für den Springer dennoch. Denn neben dem Verlust seines Führerscheins kostete den Angeklagten die Alkoholfahrt auch seinen Job als Polizisten und damit seine berufliche Karriere.

Gegen den Strafbefehl hatte er Einspruch eingelegt: Einerseits habe er nun weniger Einkommen und damit eine entsprechend geringere Tagessatzhöhe, zum anderen wollten er und sein Verteidiger auch die auf insgesamt 15 Monate verhängte Sperre für eine Fahrerlaubnis vom Gericht überprüfen lassen. Mit Erfolg.

Denn nun muss der Springer nur insgesamt zwölf Monate auf seinen Führerschein verzichten. Die Tagessatzhöhe wurde von 50 auf 30 Euro reduziert und auch die Anzahl der Tagessätze senkte das Gericht von 40 auf nunmehr 30. So muss er nun eine Geldstrafe von 900 statt 2000 Euro bezahlen. Denn der Angeklagte, der sich bislang noch nichts hat zu Schulden kommen lassen, habe „nach dem Unfall alles richtig gemacht“, beschied ihm die Richterin. So habe er sich unter anderem direkt bei der Straßenmeisterei Wennigsen gemeldet und kümmere sich um einen Alkohol-Abstinenznachweis.

Und dass er seine Arbeit verloren habe, bedeute zudem einen erheblichen Einschnitt, befand das Gericht.



Anzeige
Weiterführende Artikel
    Kommentare
    Kontakt
    Redaktion
    Telefon: 05041 - 78932
    E-Mail: redaktion@ndz.de
    Anzeigen
    Telefon: 05041 - 78910
    Geschäftsanzeigen: Anzeigenberater
    Abo-Service
    Telefon: 05041 - 78921
    E-Mail: vertrieb@ndz.de
    Abo-Angebote: Aboshop

    Keine Zeitung bekommen? Hier zur Zustell-Reklamation.
    X
    Kontakt