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Jugendraum Völksen: Ortsrat an Kosten beteiligen?

VÖLKSEN. Die SPD-Fraktion im Rat fordert, die Öffnungszeiten im Jugendraum „Waterworld“ in Völksen auszuweiten. Simone Oertel gen. Bierbach hatte den Antrag bereits im Ortsrat Völksen vorgestellt, der sich bereits für die Ausweitung ausgesprochen hatte. Jetzt wurde das Thema im Sozialausschuss diskutiert.

Knappe Entscheidung trotz Stimmengleichheit: Vier Ausschussmitglieder stimmten für die Ausweitung. Foto: Mischer/ARCHIV
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Saskia Helmbrecht Redakteurin zur Autorenseite

CDU-Fraktionschef Wilfred Nikolay beantragte, dass der Ortsrat Völksen 20 Prozent der Kosten aus eigenen Mitteln selbst tragen sollte.

Zum Hintergrund: Die SPD-Ratsfrau will den Jugendraum in der Kirchstraße 5 an zwei zusätzlichen Tagen öffnen und sowohl ein Angebot für unter 14-Jährige als auch für Jugendliche anbieten. Das bisherige Angebot am Freitagnachmittag sei nicht ausreichend und sollte durch ein klar definiertes Angebot für unterschiedliche Altersgruppen ergänzt werden, heißt es in dem Antrag. Der Raum neben der Grundschule wird von der Jugendpflege Springe betreut und öffnet jeden Freitag von 16 bis 19 Uhr.

Die Jugendpflege betreut auch in Bennigsen am Bahnhof, in Eldagsen und in der Kernstadt neben dem Otto-Hahn-Gymnasium die Einrichtungen mit Katrin Lienhard, Klaus Strecker und Leif Troschke. Fachbereichsleiter Clemens Gebauer unterstützt den Antrag, betont aber auch, die Ausweitung finanziell zu unterfüttern, da die Jugendpflege nicht ausreichend Personal habe, um weitere Öffnungszeiten anzubieten.

Somit müsste ein externer Mitarbeiter eingekauft werden. Kostenpunkt: 11 200 Euro jährlich. Davon sollten, so Nikolay, über 2000 Euro vom Ortsrat selbst getragen werden.

Auch Elke Riegelmann (CDU) stellte die zahlreichen Möglichkeiten für Jugendliche dar, ihre Freizeit zu verbringen. „Wir haben kirchliche Treffs, die Pfadfinder oder in Bennigsen zum Beispiel den CVJM“, so Riegelmann.

Die Frage sei, inwieweit sich die Ortsteile untereinander Konkurrenz machen wollten. Die Ausschuss-Mitglieder haben beschlossen, dass die Verwaltung zunächst eine Erweiterung des Angebotes prüfen sollte mit dem Ziel, zwei weitere Betreuungszeiten von je drei Stunden zu realisieren. Nikolays Antrag, den Ortsrat an den Kosten zu beteiligen, wurde abgelehnt. Mit vier Stimmen dafür und vier dagegen wurde der ursprüngliche Antrag auf verlängerte Öffnungszeiten vom Ausschuss angenommen.

Information

Auch in Eldagsen betreibt die Stadt den Jugendtreff „Elcatraz“. Dienstags und donnerstags können Jugendliche dort ihre Zeit verbringen und Billard spielen. Nachdem der Ortsrat zunächst vorgeschlagen hatte, die Einrichtung zu schließen, stellte die CDU-Fraktion im April 2016 einen Antrag auf Weiternutzung. Der Grund: Das Angebot in Eldagsen werde wieder besser angenommen. Aus diesem Grund werde die Zukunft des Treffs derzeit nicht infrage gestellt, wie Fachbereichsleiter Clemens Gebauer unterstreicht. Vielmehr will die Politik die Einrichtung wieder attraktiver gestalten und bauliche Mängel, wie zum Beispiel kaputte Fenster beheben. Das Problem: Weil auch der Musikzug die Räume nutzt und Marktbesucher die Toiletten benötigten, könnte die Jugendpflege den angemieteten Raum nicht einfach aufgeben und umziehen, erklärt Gebauer. „Wir diskutieren derzeit, wo und wie es besser geht.“ In der kommenden Woche werden dazu weitere Gespräche stattfinden.

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