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Stadt und Land bewerten in ADFC-Umfrage: Wo fährt es sich in Deutschland am besten?

Jetzt abstimmen beim Fahrradklima-Test

SPRINGE. Ab sofort können Radfahrerinnen und Radfahrer wieder das Fahrradklima vor ihrer Haustür bewerten. Auch Springe kann als eine von zahlreichen Kommunen Stimmen, Lob und Kritik sammeln.

lkbm Redaktion Christian Zett  jhr_4H2A7450

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Christian Zett Redaktionsleiter zur Autorenseite
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Rebecca Peters, ADFC-Bundesvorsitzende, sagt: „Immer mehr Politiker und Politikerinnen sehen in einer gut ausgebauten Radinfrastruktur auch die Chance, ihre Städte und Gemeinden nachhaltig und lebenswerter umzugestalten. Der Fahrradklima-Test soll ihnen dabei helfen, die eigenen Stärken und Schwächen in der bisherigen Radverkehrsförderung zu erkennen und weitere Aktivitäten an den Bedürfnissen der Bürger vor Ort auszurichten.“

Der Test fragt in 27 gleichbleibenden Fragen alle zwei Jahre die Fahrradfreundlichkeit vor Ort ab. Dazu kommen fünf Zusatzfragen – dieses Jahr zum Radfahren im ländlichen Raum, denn auch dort wünschten sich die Menschen die Möglichkeit, ihren Alltag mit dem Rad sicher und komfortabel zu gestalten. Dabei geht es darum, ob zentrale Ziele wie Schulen, Einkaufsmöglichkeiten oder Arbeitsstätten mit dem Fahrrad gut erreichbar sind, wie sicher sich die Wege in die Nachbarorte anfühlen, ob für Pendler Fahrradparkplätze an Bahnhöfen vorhanden sind und um die eigenständige Mobilität von Kindern und Jugendlichen.

Zuletzt keine guten Noten für Springe

Knapp 230 000 Radfahrende bewerteten 2020 die Fahrradfreundlichkeit in rund 1000 deutschen Städten und Gemeinden, darunter auch Springe.

Die Stadt schnitt dabei eher schlecht ab: Im Vergleich zu den anderen 53 niedersächsischen Kommunen zwischen 20 000 und 50 000 Einwohnern belegte Springe den 43. Platz. Die Ergebnisse zeigten, dass sich die Radfahrer weder sicher noch wertgeschätzt fühlen: Ungepflegte Radwege oder ein mangelhafter Winterdienst sorgten in der Umfrage für Kritik.

Die Stadt will unter anderem mit dem Alltagsradkonzept, das gerade erstellt wird, Abhilfe schaffen. Vorher sind nun aber die heimischen Radfahrer gefragt: „Wie ist das Fahrradklima? Was läuft schon gut und wo müssen Veränderungen her?“ In einer offenen Frage könnten zudem auch Lob und Kritik für die jeweilige Fahrradsituation in der Gemeinde gemacht werden.

Größte Befragung zum Fahrradklima weltweit

Der Fahrradklima-Test findet nach ADFC-Angaben bereits zum zehnten Mal statt und ist die größte Befragung zum Radfahrklima weltweit. Die Förderung erfolgt durch das Bundesministerium für Digitales und Verkehr.

Die aktuelle Umfrage läuft bis zum 30. November auf fahrradklima-test.de. Neben der jeweiligen Heimatstadt kann natürlich auch für weitere Nachbarstädte gestimmt werden.

Die Ergebnisse werden im kommenden Frühjahr präsentiert. Ausgezeichnet werden die fahrradfreundlichsten Städte und Gemeinden in sechs Einwohner-Größenklassen sowie diejenigen Städte, die seit der letzten Befragung vor zwei Jahren am stärksten aufgeholt haben.

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