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Jamie-Lee Kriewitz will musikalisch wieder durchstarten

BENNIGSEN. Es läuft bei Jamie-Lee Kriewitz – privat und beruflich. Die „The Voice“-Gewinnerin aus Bennigsen hat in Köln einen neuen Produzenten gefunden, mit dem sie derzeit neue Songs schreibt und aufnimmt. „Ich bin nicht mehr die 17-Jährige von The Voice of Germany.“ Aber was macht die 21-Jährige heute eigentlich?

Neuer Stil, neue Musikrichtung: Jamie-Lee Kriewitz nimmt in Köln derzeit neue Songs auf. Foto: Chris Noltekuhlmann
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Saskia Helmbrecht Redakteurin zur Autorenseite

Eineinhalb Jahre war es ruhig um Kriewitz geworden. „Es war eine Selbstfindungsphase, in der ich herausgefunden habe, wo ich musikalisch hin möchte“, sagt die 21-Jährige, die in Magdeburg wohnt. Kriewitz will jetzt deutsche Popsongs singen. „Allerdings finde ich, dass bei vielen Popliedern die Künstler austauschbar sind, ich möchte einzigartig bleiben und nicht unbedingt typischen deutschen Pop machen“, verrät die Sängerin. Ihr Produzent Tobias Röger hat bereits mit Künstlern wie Udo Lindenberg, Johannes Oerding, Christina Stürmer und Roger Cicero zusammengearbeitet. „Ich selbst höre sehr wenig deutschen Pop.“

Ihre neuen Songs schreibt Kriewitz selbst. „Ich versuche, so viel Persönliches mit reinzubringen wie es nur geht und die Texte so zu schreiben, wie es meine Art ist, es auszusprechen, und womit ich mich wohlfühle.“ Zu Beginn habe sie aber erst einmal lange üben müssen, auf Deutsch zu singen. „Das habe ich sehr unterschätzt.“

Mit ihren Liedern will die 21-Jährige unter Beweis stellen, dass sie erwachsener geworden, ihrem jungen und frischen Stil aber treu geblieben ist. Zuletzt hatte sie mit dem Kinderfernsehsender Super RTL zusammengearbeitet.

Wenn die neuen Songs auf den Markt kommen, will die Sängerin auch wieder Konzerte geben oder sogar auf Tour gehen. „Darauf habe ich mega Bock, das ist es, was am meisten Spaß macht, live vor Publikum aufzutreten.“

In den vergangenen Monaten habe sie auch festgestellt, dass sich einige Fans von ihr abgewandt hätten, dafür aber neue Unterstützer hinzugekommen seien.

„Mit ein bisschen Glück kann ich mit meiner Musik auch eine neue Zielgruppe erreichen und meine richtigen Fans sichern mir zu, immer für mich da zu bleiben.“ Auch ihre Kleidung hat sie mittlerweile verändert, hat sich von ihrem bekannten „Decora Kei“-Stil verabschiedet und kleidet sich mittlerweile lässig.

Die Zeit bei der Castingshow „The Voice of Germany“ vermisse sie zwar schon, trotzdem sei es wichtig, das Kapitel nun abzuschließen. „Man muss sich davon trennen und darf nicht allem nachtrauern, langsam bin ich davon weg.“ Kontakt zu ihren Coaches Michi Beck und Smudo von den Fantastischen Vier habe sie trotzdem noch. „Aber ich sehe sie mittlerweile nicht mehr als Mentoren, ich höre mehr auf mich.“

Auch zu den After-Show-Partys, die nach jeder Staffel stattfinden, geht sie nach wie vor. „Das sind einfach die geilsten Partys.“ Über ihren Verlobten, den Musiker Fabian Riaz, habe sie noch einmal erleben können, wie intensiv die Zeit beim Wettbewerb für sie 2015 war. Riaz war im vergangenen Jahr ebenfalls bei „The Voice of Germany“ zu hören, schaffte es allerdings nicht ins Finale. Die Hochzeit planen die beiden übrigens noch nicht. „Wir wollen uns Zeit lassen, weil wir beide gerade sehr viel arbeiten, sind aber sehr glücklich.“

Ihrer Heimat ist sie treu geblieben und besucht ihre Familie und Freunde regelmäßig in der Region Hannover.

Information

Am Sonnabend wird Jamie-Lee Kriewitz das Finale des Eurovision Song Contests, der in Tel Aviv stattfindet, gespannt verfolgen. Die Bennigserin hat Deutschland 2016 im Finale in Stockholm vertreten und belegte damals den letzten Platz mit ihrem Song „Ghost“. Am Sonnabend werden die „Sisters“, Carlotta Truman und Laurita Spinelli, antreten. Truman kommt selbst aus Hannover. „Ich kenne sie schon vor meiner Zeit bei The Voice, damals hat sie mich unterstützt, jetzt unterstütze ich sie.“ Der Song der beiden passe gut zum Wettbewerb, ist die Bennigserin überzeugt, „aber man kann sich nie sicher sein und die Chancen überhaupt nicht einschätzen“. Trotz dessen Kriewitz damals nur den letzten Platz belegt hat, habe sie daraus viel gelernt. „Danach wusste ich, dass ich mich neu finden muss und habe erlebt, wie es vielen anderen, kleinen Künstlerin geht, die nicht von null auf hundert durchstarten. Das hat mich reifer werden lassen.“



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