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Jamie-Lee Kriewitz drückt die Daumen für Michael Schulte

BENNIGSEN. 2016 stand Jamie-Lee Kriewitz selbst auf der Bühne beim Eurovision Song Contest, landete allerdings auf dem letzten Platz. Gemütlich auf dem Sofa mit ihrer Familie in Bennigsen wird sie den ESC Sonnabendabend verfolgen und nachher in den Geburtstag ihrer Mutter reinfeiern, berichtet die 20-Jährige.

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Saskia Helmbrecht Redakteurin zur Autorenseite

„Auf dem Sofa zuzuschauen ist natürlich chilliger, aber dennoch super spannend, weil ich nachvollziehen kann, wie groß der Druck ist.“ Sie hofft, Schulte kann den ESC-Fluch von Deutschland beenden. „Wenn es jetzt nicht klappt, dann weiß ich es auch nicht mehr.“ In diesem Jahr habe man mit Schulte einen etwas anderen Künstler, der in Richtung Ed Sheeran und Akustik geht. Woran aber liegt dieser deutsche ESC-Fluch? „Natürlich sucht man nach Gründen, vor allem, wenn man selbst mitgemacht hat.“ Sollte Schulte dieses Jahr schlecht abschneiden, steht für Kriewitz fest: „Dann ist es ein politisches Zeichen, dass Deutschland nicht so beliebt ist derzeit.“ Schließlich seien in den vergangenen Jahren sehr unterschiedliche Künstler auf die Bühne getreten.

Vor dem heutigen Abend habe sie sich intensiv mit den Künstlern beschäftigt. „Schulte ist qualitativ einer der besten. Wenn er nicht unter die Top Ten käme, wäre das ungerecht.“

Noch am selben Abend 2016 habe sie mit ihrer Niederlage beim ESC abgeschlossen. „Mir tat es leid für Deutschland“, sagt die Sängerin. Die Teilnahme am Wettbewerb habe sie sich aber nicht von Enttäuschung oder Schuldgefühlen vermiesen lassen wollen. „Und ich selbst war auch nicht enttäuscht von mir und finde meinen Auftritt nach wie vor gut.“ Nach der Teilnahme in Stockholm habe sie viele positive Rückmeldungen für ihren Auftritt bekommen. „Ich bin megafroh, mitgemacht zu haben und in die ESC-Geschichte einzugehen, schließlich ist das mit die größte Bühne der Welt und es war eine richtige Ehre, dabei gewesen zu sein.“ Die Erfahrung habe sie geprägt. „So konnte ich mich weiterentwickeln.“

Mit ihrer Karriere laufe es „sehr, sehr gut“, berichtet die 20-Jährige. In den vergangenen Monaten habe sie eng mit dem TV-Sender Super RTL zusammengearbeitet, war bei der Toggo-Tour dabei und hat den Titelsong „Wild und Frei“ für die Kinderserie „Spirit“ gesungen. Seit Anfang des Jahres arbeitet sie nun an neuen Songs. „Ich hoffe, dass dieses Jahr noch etwas rauskommt.“ Offen sei allerdings, ob es eine Single oder gleich ein Album sein wird. „Die Fans warten schon auf neue Musik.“

Was viele vielleicht noch nicht wissen: Kriewitz singt mittlerweile auf Deutsch. Die 20-Jährige lebt in Magdeburg und pendelt für die Produktion nach Berlin. „Mindestens einmal die Woche bin ich aber noch rund um Springe unterwegs, weil ich hier noch meine Familie und Freunde habe.“



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