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Jägerschaft sieht kaum Probleme bei bleifreier Munition

SPRINGE/ELDAGSEN. Die Springer Jäger müssen beim Schießen künftig auf Blei verzichten. Grund ist eine Änderung im Bundesjagdgesetz. In Springe reagiert die Jägerschaft darauf mit Verständnis. Kritik am Blei-Verbot war während der Jahresversammlung der Jägerschaft jedenfalls kaum zu hören.

Jagdhornmusik gehört bei der Jägerschaft zum guten Ton.

Autor:

PATRICIA SZABO

Gemäß der Novellierung des Jagdgesetzes soll demnächst die Verwendung bleihaltiger Munition verboten werden – im Landeswald gilt das Verbot bereits seit 2014. Zudem ist ein jährlicher Schießnachweis vorgesehen. Ferner sollen Jäger und Förster durch die Zulassung von Schalldämpfern bei der Jagdausübung vor gesundheitlichen Schäden geschützt werden. „Per Gesetz müssen wir zu bleifrei wechseln“, sagte Friedel Siekmeier, der zu diesem Thema als Experte eingeladen wurde. Im Auftrag der Rheinisch-WestfälischenSprengstofffabriken hielt er einen Vortrag zum Thema „Bleihaltige Jagdbüchsengeschosse und ihre bleifreien – nicht unkritischen – Alternativen“. Siekmeier ist seit 30 Jahren Jagdschütze und berichtete „aus der Praxis für die Praxis“. Die Gäste erhielten einen Überblick über Wirkung und Präzision der bei den Jägern häufig auf Kritik stoßenden bleifreien Munition im Vergleich zu herkömmlicher bleihaltiger Munition.

Auch Ebeling berichtete von den meist positiven Erfahrungen mit den Patronen. Einzig die Entwertung des Wildes bilde ein gewisses Problem: das bleifreie Geschoss könne den Tierkörper beschädigen. An den Kragen gehen soll es den Waschbären – die verbreiten sich rasant in Deutschland. Damit die invasive Population verhindert werden kann, sollen Betonrohrfallen aufgestellt werden.

Wenig erfreulich war die bevorstehende Beitragserhöhung. 2019 erhöht sich der Betrag von zwölf auf 19 Euro pro Jahr. In seinem Bericht lobte Ebeling die rege Beteiligung beim Hubertusfest und die Präsentation der Jagdhunde, die „eine Eintrittskarte zu den Familien“ seien.

Während der Versammlung im Ratskeller wurden auch Trophäen aus dem Jagdjahr präsentiert. : „Sie zu bewerten, hat viel Freude bereitet. Bedauerlicherweise sind nicht alle da“, sagte Kreisjägermeister Dieter Freimann. Und wies anschließend darauf hin, dass alle Trophäen zur Besprechung mitgebracht werden müssen.

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