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Kritik an Region Hannover / Appell für regelmäßiges Üben / Ehrungen treuer Mitglieder

Jäger ärgern sich über hohe Steuerlast

Springe/Gestorf (gho). Springes Jäger ärgern sich über die hohe Jagdsteuer, die die Region Hannover erhebt. Die Hoffnung, dass die ungeliebte Abgabe abgeschafft werden könnte, habe sich nicht erfüllt, bedauerte Volker Gniesmer, Vize-Vorsitzender der Jägerschaft Springe, in der Hauptversammlung.

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Die Steuer bereit den Grünröcken arge Bauchschmerzen, müssen sie für ihre Reviere doch 20 Prozent der Jagderträge nach Hannover abführen. So teuer wie für die Jäger in Springe sei es andernorts kaum, sagte Gniesmer. Der Regionsabgeordnete Detlev Herzig verteidigte die Abgabe. Die Region könne auf die Einnahmen in Höhe von jährlich 240 000 Euro nicht verzichten. Das gelte insbesondere für den Fall, dass sich die Finanzkrise noch verschärfe. In dem Zusammenhang kam auch Bezirksvorsitzender Jürgen Ziegler aus Hameln zu Wort, der den Werdegang der Jagdsteuererhöhung im Landkreis Hameln-Pyrmont schilderte und auf die gleichzeitige Weigerung der Jäger einging, unter diesen Umständen noch länger herrenloses Unfallwild von der Straße zu entsorgen.

Der Jahresbericht von Vereinsvize Gniesmer, der den zwar anwesenden, aber durch eine Erkrankung noch immer gehandicapten Vorsitzenden Reinhard Ebeling vertrat, spiegelte ein ereignisreiches Jagdjahr für die 300 Mitglieder wider. Gniesmer mahnte eine Beachtung des neuen Waffenrechts an und appellierte an seine Kameraden, den Schießstand Holzmühle zu nutzen, weil nur durch kontinuierliches Üben eine verantwortungsvolle Jagdausübung im Sinne der Waidgerechtigkeit gewährleistet sei. Das gute Abschneiden der Bläsergruppe unter Christoph Schröder samt Qualifikation für den Bundeswettbewerb wurde im Verlauf der Versammlung ebenso gelobt wie die Öffentlichkeitsarbeit von Sabine Warnsmann.

Gniesmer ehrte für langjährige Mitgliedschaft folgende Jägerinnen und Jäger: Erich Stoffel aus Hamelspringe für 50 Jahre Treue sowie Friedrich Henkels, Wolfgang Hücker, Oliver Koch, Lutz Müller, Birgit Offermann, Götz Schumacher und Werner Wilsch für 25-jährige Verbandszugehörigkeit. Die bronzene Bläsernadel konnte sich Wenke von Witzleben ans Revers stecken lassen.

Nach bestandener Prüfung bekamen die frisch gebackenen Jungjäger ihren Jägerbrief ausgehändigt: Alexander Burgdorf, Pattensen; Sophie Hahne, Bad Münder; Georg Heptner, Schulenburg; Frank Rathing, Bad Münder; Christa Reineke, Wülferode; Matthias Schlag, Springe; Eberhard von Ilten-Ausmeyer, Gestorf; und Siegfried Zimmermann, Springe. Abschließend entführte ein Vortrag von Wilhelm Puchmüller die versammelten Jäger in die ostpreußische Rominter Heide.

Links: Die frisch gebackenen Jungjäger mit dem Vize-Vorsitzenden Volker Gniesmer (3. v.r.).

Unten: Wurden vom Vorsitzenden Reinhard Ebeling (M.) für 25-jährige Mitgliedschaft beglückwünscht: Werner Wilsch und Wolfgang Hücker.

Fotos: gho



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