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Investoren ziehen sich aus Eldagsen zurück

ELDAGSEN. Für einige Geschäfte an der Langen Straße geht die Unsicherheit weiter. Denn jetzt steht fest: Die Firma Nurda-Hausbau aus Hannover hat sich aus dem geplanten Umbau-Projekt in der Ortsmitte zurückgezogen. Die Investoren hatten noch im Oktober 2016 konkrete Pläne vorgelegt.

Die Stadt sucht gemeinsam mit den Eigentümern nach einer Ersatzlösung für die Ladenzeile an der Langen Straße. FOTO: ARCHIV
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Saskia Helmbrecht Redakteurin zur Autorenseite

Gegenüber dem Kirchplatz wollte die Firma mit dem Architekten Jens-Uwe Seyfarth Wohn- und Geschäftsbauten errichten. Unter dem Schlagwort „Neue Mitte Eldagsen“ sollte die bestehende Ladenzeile, in der zurzeit unter anderem eine Bäckerei, eine Apotheke und ein Elektro-Geschäft untergebracht sind, abgerissen werden (wir berichteten). Stattdessen sollte ein offeneres Gebäude mit Ladenlokalen und Wohnungen entstehen.

Während die Geschäftsinhaber selbst lange völlig im Unklaren waren, was nun mit dem Gebäude passiert, hat Nurda inzwischen den Rückzug erklärt.

Noch im Februar vergangenen Jahres hatte die Politik den Bebauungsplan „Südlich Neuer Gehlenbach“ auf den Weg gebracht. Zu diesem Zeitpunkt hieß es noch, die Pläne würden aus Sicht der Stadt zu den Zielen der laufenden Stadtsanierung passen, die die Strukturverbesserung sowie die Standort- und Wirtschaftsbelebung des Ortskerns vorsehen. Den Plan selbst hatte der Erschließungsträger erarbeitet

Warum ist das Vorhaben nun geplatzt? Die Firma sei sich nicht mit der Stadt einig geworden, sagt Rolf Ervenich. Die Verhandlungen zum städtebaulichen Vertrag mit Bürgermeister Christian Springfeld zogen sich hin.

„Beide Parteien waren eben nicht der gleichen Auffassung darüber, wie wir das umsetzen wollen.“ Über welche Details im Vertrag sich Stadt und Investor nicht einig geworden sind, will Ervenich nicht sagen. „Trotzdem ist es sehr bitter für uns, weil wir bereits viel Geld investiert hatten. Mit dem Vertrag, wie ihn sich die Stadt vorgestellt hatte, hätte uns das aber wahrscheinlich noch mehr Geld gekostet“, erklärt Ervenich.

Unterdessen wächst die Unsicherheit bei den Geschäftsleuten. Auch Jens-Uwe Kalesse von der Axa-Versicherung kündigte in dieser Woche an, sich nach einem neuen Standort umschauen zu wollen. „Das ist hier alles sehr ungewiss, wir wissen nichts Konkretes, ich habe das Gefühl, ich mache hier an der Straße als Letzter das Licht aus.“ Die Apotheke im Gebäude zieht ebenfalls um. Die Stadt hält sich bedeckt. „Die Eigentümer suchen nach einer Lösung und sind dazu in Verhandlung mit der Stadt“, sagt Planungschefin Susan Demelius.

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