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Investoren wollen Druck auf Springer Einkaufskomplex erhöhen

SPRINGE. In den zuletzt nach außen hin stockenden Umbau der Innenstadt soll bald wieder Bewegung kommen: Die Investoren Peter Othmer und Dennis Melching haben bei der Stadt eine Bauvoranfrage für den Bereich entlang der Straße Zum Niederntor gestellt.

Entsteht hier bald ein neues Einkaufszentrum – oder könnte das Projekt tatsächlich kippen? FOTO: MISCHER

Autor:

Marita Scheffler und Christian Zett

In der Voranfrage sind nach neuesten Planungen die Eingänge und Schaufensterfronten einiger kleinerer Geschäfte vorgesehen, die mit in den neuen Komplex ziehen sollen.

Die Stadt bestätigt auf Anfrage, man prüfe den entsprechenden Antrag momentan. Othmer erklärt, man erhoffe sich so mehr Bewegung in dem laufenden Prozess. Für ihn sei ein Punkt erreicht, an dem das gesamte Millionen-Projekt womöglich auch kippen könne.

Mit einer Bauvoranfrage können Investoren schon vor dem eigentlichen Genehmigungsverfahren die Zulässigkeit ihrer Pläne verbindlich und grundsätzlich klären lassen. Wann genau eine Entscheidung fallen soll, ist noch unklar.

Der städtische Bau-Chef Jörg Klostermann fordert unterdessen weiterhin einen Architektenwettbewerb, um die ideale Gestaltung für den gesamten Komplex zu finden: „Ich halte das nach wie vor für eine gute Lösung“, sagt er im Gespräch mit der Neuen Deister-Zeitung. Die Investoren hatten sich zuletzt gegen diesen Plan gewehrt.

Sollte ein Wettbewerb auch politisch nicht gewollt sein, „brauchen wir zumindest Varianten von verschiedenen Architekten“, so Klostermann. Das Argument, die zusätzlichen Kosten dürften den Investoren nicht auch noch aufgebürdet werden, möchte er nicht gelten lassen – es gehe nicht um Unsummen: „Bei einem Projekt in der Größenordnung muss das vom Finanzumfang her drin sein.“

Dem Bauausschuss hatte Klostermann kurz vor der Sommerpause versprochen, mögliche Zwischenergebnisse der Verhandlungen in der nächsten Sitzung im August oder September vorzustellen.

Klostermann betonte gegenüber dem Fachausschuss noch einmal, dass ihm viel daran liege, eine „Verschlimmbesserung“ der Pläne „zu verhindern“: „Ich möchte eine vernünftige Lösung für die Fläche.“ Das Einkaufszentrum müsse sich „in die Stadtmitte integrieren und unbedingt zukunftsfähig“ sein.

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