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Internes Papier: Region verteidigt Klinik-Experten

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VON CHRISTIAN ZETT

In dem Dokument weist die Region eine direkte Beteiligung des Beraters an der umstrittenen Medizinstrategie 2020 noch einmal zurück. Räumt aber auch ein: Noch nach Bekanntwerden der geplanten Übernahme der DSK unterzeichneten der Berater und das Regionsklinikum eine Vereinbarung über mögliche Kooperationen.

In ihrer neunseitigen Antwort betont die Region immer wieder, die Medizinstrategie sei innerhalb des Klinikums entstanden – nicht durch den Berater. Dieser habe lediglich „die Moderation der Arbeitsgruppen-Workshops“ übernommen. Bekannt ist aber auch: Im Aufsichtsrat des Klinikums äußerte er sich kritisch zu den Zukunftschancen des Springer Krankenhauses.

Im Mai 2015 habe der Berater dann die Geschäftsführung darüber informiert, dass er sich um die Übernahme der Deister-Süntel-Klinik bemühe – fünf Monate, nachdem die Regionsversammlung die Medizinstrategie und damit das Aus für den Standort Springe besiegelte.

Trotzdem endete die Zusammenarbeit mit dem Berater erst zu diesem Zeitpunkt. Man blieb jedoch in Kontakt: „Überdies wurden Gespräche zu möglichen Kooperationsfeldern aufgenommen“, heißt es in dem Papier: Im Juli 2015 habe man dann eine entsprechende Vereinbarung festgehalten – „für den Fall dass der Berater [...] die AWO GSD übernehmen würde.“

Grundsätzlich habe man – unter anderem per Vertragsklausel – einem möglichen Missbrauch von internen Informationen vorgebeugt, „alle notwendigen und üblichen Maßnahmen ergriffen“, versichert das Klinikum.

Kassiert hat der Berater für seine dreizehnmonatigen Dienste demnach übrigens „unter 200 000 Euro“, schreibt die Region. Ein Erfolgshonorar habe es darüber hinaus nicht gegeben.



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