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Verein gerettet: Saskia Brendler übernimmt Vorsitz / Fusion mit Bad Münder erst einmal vom Tisch

In der Musikschule klingt es wieder harmonisch

Springe (jemi). „Wir haben einen neuen Vorstand.“ Als die erlösenden Worte fielen, reagierten die Anwesenden sichtlich erleichtert mit Aufatmen und dankbarem Beifall. Er galt vor allem Saskia Brendler und deren Bereitschaft, die Führung der Musikschule zu übernehmen.

Sie geben jetzt den Ton in der Musikschule an: Gerhard Schäfer, Saskia Brendler, Stefan Raspini und Gerhard Friedrich.  Foto: je

Es war denn vermutlich auch die letzte Chance, das Überleben des Vereins zu sichern. Monatelang hatte sich niemand für den Vorsitz gefunden. Sie habe den Entschluss zu kandidieren spontan gefasst, berichtete Brendler, deren Kinder an der Musikschule unterrichtet werden, in der jüngsten Mitgliederversammlung. „Ich habe oft den Kopf geschüttelt und mich gefragt, warum das keiner machen möchte“, so die 37-Jährige weiter. Irgendwann habe sie sich dann „persönlich angesprochen gefühlt“. Schließlich liege ihr die Einrichtung sehr am Herzen.

Unterstützt wird Brendler von Mitgliedern des alten Vorstands. So stehen ihr Stefan Raspini (stellvertretender Vorsitzender), Gerhard Schäfer (Kassenwart) und Gerhard Friedrich (Schriftführer) bei der Arbeit zur Seite.

Die ersten Wochen werde sie nun darauf verwenden, sich mit dem Amt vertraut zu machen. „Es gibt ja keine Betriebsanleitung für diesen Posten“, sagt sie schmunzelnd. Sie habe nicht vor, das bestehende Konzept grundlegend zu ändern. Wichtig ist Brendler allerdings, dass die Musikschule „ein Gesicht bekommt und lebendiger wird“, wie sie sagt. Es sei erforderlich, die Institution bekannter zu machen. „Aus anderen Städten ist eine Musikschule gar nicht mehr wegzudenken. Dahin wollen wir in Springe auch kommen“, betont sie.

Pläne, eine Fusion mit der Musikschule Bad Münder voranzutreiben, sind zunächst einmal vom Tisch, machten Brendler und Vorstandskollege Friedrich deutlich. Konkrete Gedanken habe man sich auf Springer Seite zu diesem Thema ohnehin nie gemacht, so Friedrich. Man fühle sich mit den Nachbarn durchaus verbunden, wolle aber erst einmal selbstständig weiter arbeiten.

Bad Münders Musikschulchef Andreas Seidel, der als Gast an der Versammlung teilnahm, sieht das ähnlich. Er brachte die Verbundenheit zum Ausdruck, betonte allerdings auch, dass eine „gegenseitige Stärkung“ enorm wichtig sei. Angesichts vieler Schnittstellen sollten weiterhin gemeinsam Konzepte umgesetzt werden, appellierte Seidel und lobte die Zusammensetzung des neuen Springer Vorstands. Mit drei bewährten Kräften sei für Konstanz gesorgt.



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