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Altenzentrum Jägerallee entwickelt altersübergreifendes Projekt / Kooperationen mit Kita und Schulen

Im Familienpark sollen sich Generationen treffen

Springe (ric). „Nie zuvor waren alte und junge Menschen so weit voneinander entfernt wie heutzutage“, ist sich Andreas von Schell sicher. Daher realisiert der Pflegeexperte und Projektentwickler zusammen mit dem Altenzentrum Jägerallee zurzeit ein in der Stadt einzigartiges Konzept der „Mehrgenerationenbegegnung“.


Gestern Abend stellte von Schell dem Sozialausschuss seine Ideen vor, die er zusammen mit Einrichtungsleiter Reimar Schirrmann umsetzen möchte: An der Jägerallee soll ein „Familienpark“ entstehen, der Menschen aller Altersstufen zusammenbringt. Geplant ist auch der Bau einer Kindertagesstätte. Die soll von der Elterninitiative Deisterkrümel geleitet werden und auch zwei Krippengruppen für insgesamt 13 Kinder vorhalten.

Platz soll es zudem für Jugendarbeit geben, in einem Café wären Begegnungen möglich, aber auch bei Veranstaltungen wie gemeinsamen Kinoabenden. Von Schell kann sich zudem die Gründung einer Theater-AG vorstellen, in der junge und alte Menschen miteinander üben. Ganz klar: Die Bewohner der Einrichtung spielen im „Familienpark“ eine zentrale Rolle. „Das ergibt eine Synergie, die viel Spaß macht“, ist sich der Projektentwickler sicher. Schirrmann machte zugleich klar, dass das Vorhaben einiger Anstrengungen bedarf – und nicht auf die Schnelle realisiert werden kann.

Gleichzeitig soll die Kooperation mit Springer Schulen angestrebt werden. Mit der Realschule ist bereits konkret über eine Zusammenarbeit geredet worden, mit der Hauptschule stehen noch Gespräche aus. Von Schell: „Ich stelle mir gemeinsame Projektarbeiten der Jugendlichen und Senioren vor.“ Unklar sei noch, ob auch das Gymnasium mitmacht: Aufgrund der Umstellung auf das „Turbo-Abitur“ sei die Zeit dort momentan knapp.

Für die Ideengeber soll die Mehrgenerationenbegegnung nicht nur „Event-Charakter“ besitzen. Vielmehr soll gegenseitige Verantwortung und Hilfsbereitschaft erwachsen. Und eines erscheint sicher: Mit der heutigen Struktur in der Altenpflege und im Hinblick auf die demografische Entwicklung – die Zahl der Über-80-Jährigen steigt auch in Springe massiv – lassen sich die Probleme in der Pflege nicht auffangen. „Es gibt gar nicht genug Fachkräfte“, sagt Experte von Scheel. Allein deshalb wird auch an der Jägerallee in Zukunft vermehrt auf die Ausbildung von Ehrenamtlichen gesetzt.



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