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Polizei und Sparkasse warnen gemeinsam vor Enkeltrick und anderen Machenschaften

Im Einsatz gegen den Betrug

Springe. „Es ist ein ganz aktuelles Thema“, sagt Ulrike Wagner. Die Vertriebsdirektorin der Sparkasse Hannover in Springe warnt vor Betrug – und hat Experten der Polizei eingeladen. Skimming, Enkeltrick, Verkaufsfahrten: Für die Präventionsexperten gibt es viel zu tun.

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Autor:

Markus Richter

Claudia Schmidt und Karl-Heinz Friedrich haben in der Filiale am Oberntor einen Stand aufgebaut. Die Kriminalhauptkommissarin und der Polizeihauptkommissar wollen vor der großen Bandbreite betrügerischer Machenschaften warnen. Und sie wollen Berührungsängste dort abbauen, wo es um Geld geht, wo gerade zu Monatsanfang ältere Springer mitunter große Teile ihrer Rente abheben. „Wer ein dubioses Schreiben mit einer Zahlungsaufforderung bekommt, sollte sich umgehend informieren“, lautet der Tipp, den Schmidt grundsätzlich gibt. Im Zweifelsfall stehe die Polizei mit Rat und Tat zur Seite.

Die Gauner würden oft mit denselben Tricks versuchen, gerade Senioren um ihr Erspartes zu bringen – auch wenn die Maschen immer wieder leicht abgeändert werden. „Die meisten Leute denken, sie würden nicht auf so etwas hereinfallen“, sagt Friedrich. Der Kontaktbeamte weist darauf hin, dass die rhetorisch bewanderten Kriminellen ihre Opfer schnell um den Finger wickeln können. Etwa beim Enkeltrick: Durch Schockanrufe werden Rentner zum überschnellen Handeln, zum Aushändigen großer Geldsummen genötigt. „Dann heißt es, jemand aus der Verwandtschaft habe einen Unfall gehabt, müsste ins Gefängnis oder operiert werden.“ Nur durch das Herausrücken oft fünfstelliger Beträge könne dem vermeintlichen Enkel geholfen werden.

Friedrich weiß aus jahrzehntelanger Berufserfahrung: „Man kann es nicht oft genug sagen – und doch fallen immer wieder Bürger darauf rein.“ Manche Senioren haben ihr Geld zu Hause versteckt, andere fahren auf Veranlassung eines geschickten Betrügers in die Filiale. Wenn es um das Aushändigen größerer Beträge am Schalter geht, fragen die Bankangestellten nach – ein sensibles Thema, bei dem Fingerspitzengefühl gefragt ist. „Bei uns gab es zwar noch keinen solchen Fall, aber unsere Mitarbeiter sind dafür geschult“, sagt Ulrike Wagner.



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