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IGS-Leitung will die Schularbeit in den Mittelpunkt rücken

SPRINGE. Kaum ein Tag vergeht, an dem nicht über den Ausbau der Integrierten Gesamtschule diskutiert wird. „Es ist wahnsinnig schade, dass diese Themen die eigentliche Arbeit in der Schule derzeit komplett überlagern“, sagt der didaktische Leiter der IGS, Kay Spiller.

527 Schüler werden an der IGS derzeit unterrichtet. FOTO: HELMBRECHT
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Saskia Helmbrecht Redakteurin zur Autorenseite

Für die Sanierung und Erweiterung könnten auf die Stadt mehr als 13 Millionen Euro zukommen – und auf die Schule eine Baustelle bis 2020. Die Pläne sind aber noch nicht endgültig vom Rat abgesegnet. Derzeit diskutiert die Politik noch über das Vorhaben – und über günstigere Alternativen. „Dass diese Diskussion immer wieder neu gestartet wird und es somit wieder von vorne los geht, ist für uns nicht befriedigend“, sagt Spiller.

Die Schulleitung forderte mehrfach einen genauen Zeitplan, wann es konkret mit dem Bau losgehen kann. Diese Debatte nimmt die IGS jetzt zum Anlass, eine Bilanz der vergangenen vier Jahre zu ziehen – um die eigentliche Arbeit der Schule wieder in den Vordergrund zu rücken.

Derzeit werden im Schulzentrum Nord die Jahrgänge fünf bis achtder IGS unterrichtet – das sind 527 Schüler – und noch 164 in der auslaufenden Realschule. Zudem gibt es zwei Sprachlernklassen. „Wir sind immer weiter gewachsen“, sagt Spiller.


Die Einführung der iPad-Klassen: Wie berichtet wurden im vergangenen Jahr zwei iPad-Klassen eingerichtet. „Und wir haben beschlossen, damit weiterzumachen, weil es sehr gut läuft.“ Zudem sollen weitere Geräte für alle anderen Klassen angeschafft werden. Auch auf der Didacta-Messe will die IGS das digitale Klassenzimmer vorstellen. Die Schule hat für alle Klassen Zugang zu Apple-TV und Smartboards.


Die Kooperation mit den Berufsbildenden Schulen (BBS): Um den Schülern den Berufseinstieg zu erleichtern, haben sich die IGS und die BBS im Mai für eine Kooperation zentschieden. In Wahlpflichtkursen lernen die Schüler die beruflichen Fachrichtungen der BBS für zwei Jahre kennen, bevor sie vielleicht dort dann ihr Abitur machen. Los geht es ab dem Schuljahr 2018. „Ich wüsste nicht, dass es diese Art der Zusammenarbeit irgendwo anders in der Region gibt. Das ist ein riesiger Mehrwert für die Schüler“, sagt Spiller.


Keine Noten: Die fünften bis achten Jahrgänge bekommen in der IGS keine Noten, sondern zwei Mal jährlich Lernentwicklungsberichte, die die Lehrer mit den Eltern und Schülern besprechen.

„Wir versuchen insgesamt, die positiven Werte der Realschule zu übernehmen, etwa in Sachen Berufsorientierung, aber auch, um Neuerungen aufzubauen, das ist das Tolle an einem Schulaufbau“, sagt Spiller. Sitzenbleiben können die Kinder ebenfalls nicht. Sollte eine Wiederholung der Klasse sinnvoll sein, werde das abgesprochen und abgewogen.


Offene Lernzeiten im Stundenplan: Das Kollegium hat sich für Lernzeit im Stundenplan entschieden. Heißt: Schüler lernen individuell und selbstständig, können einzeln gefördert werden, aber auch Klausuren noch einmal schreiben. Zudem bleiben die Schüler lange Zeit im Klassenverbund.



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