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IGS-Anbau: Container-Gebäude kommt in den Sommerferien

SPRINGE. Das war ein bisschen verkehrte Welt im Bauausschuss: Einer der schärfsten Kritiker des IGS-Anbaus setzte sich nachdrücklich für einen schnellen Baustart ein. Und einer der größten Befürworter forderte einen vorübergehenden Projekt-Stopp. Doch damit nicht genug.

Foto: Archiv/Helmbrecht
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Marita Scheffler Redakteurin zur Autorenseite

Am Rande wurde bekannt, dass die Erweiterung der Gesamtschule vermutlich noch teurer wird als die geplanten 15 bis 20 Millionen Euro.

Ab Herbst sollen die Bagger am Schulzentrum Nord rollen. Damit der Unterricht in der vermutlich zweijährigen Bauzeit weitergehen kann, werden Container benötigt. Die sollen bereits in den Sommerferien auf das Multifunktionsfeld östlich der Sporthalle kommen. Acht Klassenräume waren angepeilt, jetzt müssen es zwölf werden: Die IGS hat erhöhten Raumbedarf angemeldet. Wegen dieser Vergrößerung und der derzeitigen Preissteigerung auf dem Bausektor kostet das zweistöckige Containergebäude nicht die veranschlagten 714 000 Euro, sondern kommt auf 1,045 Millionen Euro.

SPD-Fraktionschef Bastian Reinhardt ärgerte sich, nicht schon viel früher über diese Entwicklung informiert worden zu sein. „Sobald man feststellt, da läuft etwas aus dem Ruder“, müsse die Verwaltungsspitze der Politik Bericht erstatten. „Wenn das nicht passiert, ist irgendwann mal das Stoppschild angebracht“, erwartet Reinhardt eine neue Wirtschaftlichkeitsberechnung. Ausgerechnet Christdemokrat Ulrich Kalinowski versuchte, Reinhardt wieder einzufangen. „Die Kuh muss doch vom Eis“, so Kalinowski. „Wir sollten nicht dauernd davon ausgehen, dass uns die Verwaltung hinters Licht führen will.“ Würden die Container nicht zeitnah bestellt, könnten sie nicht in den Ferien geliefert und aufgebaut werden – das ganze Projekt wäre in Gefahr.

Laut dem städtischen Bauingenieur André Malkowski gibt der derzeitige Markt keine Alternative her. Und es sei auch falsch zu glauben, der Kauf der Mobilbauten rechne sich eher als die Miete: Erst nach einer fünfjährigen Laufzeit käme der Erwerb günstiger. „Wobei wir die Container selber gar nicht umsetzen, umbauen oder lagern können“, schränkte der Bauingenieur ein. Es handele sich um Spezialanfertigungen. Er befürchte, dass er dem Ausschuss noch häufiger schlechte Nachrichten bezüglich der IGS überbringen müsse: „Wir werden auch bei anderen Abschnitten Kostensteigerungen mitnehmen müssen.“



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