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IGS wird fünfzügig

Springe. Die Stadt hat auf die große Nachfrage reagiert: Die Integrierte Gesamtschule startet im September mit gleich fünf Eingangsklassen. Dann könnten bis zu 150 Kinder eingeschult werden. Mehrkosten erwartet Schulamts-Chefin Gabriele Tegtmeyer nicht – auch wenn sie einräumt: „Wir werden mehr Platz brauchen.“

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Ihr ist wichtig, jetzt Fakten zu schaffen. Die Eltern sollten wissen, dass ihr Kind auf jeden Fall einen Platz an der IGS bekommt: „Wir wollen nicht gleich mit Ablehnungen starten.“ 129 Eltern hatten im Februar bei einer Abfrage in den Grundschulen angegeben, ihr Kind auf die neue IGS schicken zu wollen. Daraufhin hatten Stadt, Politik und Pädagogen Gespräche geführt und sich schnell geeinigt, die eigentlich geplante Vierzügigkeit aufzustocken. Eine neuerliche Genehmigung vom Land war dafür nicht erforderlich, sagt Tegtmeyer: Die Schule sei mit einer Mindestschülerzahl genehmigt, alles andere liege in den Händen der Stadt als Schulträger.

Bis Eltern ihre Kinder verbindlich anmelden können, vergeht allerdings noch einige Zeit: Die Stadt plant diese Phase für den 30. Juni und den 1. Juli – parallel zum Anmeldeverfahren für das Otto-Hahn-Gymnasium. Erst dann steht fest, wie viele Kinder tatsächlich zur Gesamtschule gehen.

Im Rathaus spekuliert man nicht nur auf Springer Grundschüler, die zur IGS wechseln. Auch für auswärtige Schüler sei nun Platz, heißt es. Interessant sein könnte das etwa für Eltern aus Pattensen oder Wennigsen, die das integrative Konzept einer IGS dem dortigen System der Kooperativen Gesamtschule vorziehen. In einer KGS werden Hauptschüler, Realschüler und Gymnasiasten überwiegend getrennt unterrichtet.

Dazu kommen Fünftklässler von der auslaufenden Haupt- oder Realschule, die das Schuljahr wiederholen müssen und zwangsweise zur IGS wechseln.

Für die zusätzliche Klasse bekommt die IGS vom Land auch mehr Lehrerstunden zur Verfügung gestellt. Die Stadt selbst rechnet vorerst nicht mit weiteren Kosten: „Im ersten Jahr kommen wir auf jeden Fall aus“, sagt Tegtmeyer.

Parallel treibt die Verwaltung die Bebauungsplan-Änderungen am Schulzentrum Nord voran: „Anlieger und Bürger werden von uns eingebunden“, sagt Hochbau-Leiter Reinhard Borchardt. Für den Bau von Mensa und Unterrichtsräumen zieht die Stadt jetzt Fachleute hinzu, die die vorhandenen Systeme wie Sanitäranlagen, Brandschutz und Stromversorgung testen sollen: „Wir müssen schauen, ob alles groß genug ist für die zusätzlichen Anforderungen“, so Borchardt.

Parallel plant ein Architekt die Gestaltung der neuen Gebäude: „Es geht auch darum, dass der neue Anbau den alten aufwertet, dass alles zueinander passt“, sagt Borchardt. Erst am Ende der Planungen könne man auch eine genaue Kostenauflistung vornehmen, die die bisherigen Schätzungen konkretisiert. Der erste Entwurf sieht Baukosten in Höhe von fast fünf Millionen Euro vor. Steigt diese Summe, ist das aus Borchardts Sicht nicht direkt ein Hinweis auf Fehlplanungen: „Manchmal nehmen die Kosten auch durch Wünsche aus Politik und Verwaltung zu.“

Noch in diesem Jahr will die Stadt die Planungen für die Gesamtschule abschließen, um dann im Frühjahr 2015 mit den Arbeiten zu beginnen. „Wir wissen, dass es eilt. Aber wir wollen auch nicht pfuschen“, sagt Borchardt. Bis Ende 2015 soll das erweiterte Schulzentrum Nord mit der Mensa fertiggestellt werden. Bis dahin nutzen die Schüler die Realschul-Cafeteria, die für einen provisorischen Mensabetrieb umgestaltet wird.



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