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Viele Auszubildende in Springe hatten gestern ihren ersten Arbeitstag – wie war‘s?

„Ich konnte die ganze Nacht nicht schlafen“

Springe (col). Der 1. August ist traditionellerweise der Tag, an dem die meisten Firmen und Betriebe ihre neuen Auszubildenden begrüßen. Voller Erwartung, was wohl auf sie zukommen möge, haben gestern auch in Springe viele junge Menschen ihren neuen Arbeitsplatz und die Kollegen kennengelernt.

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Bürgermeister Jörg-Roger Hische hat gleich fünf Auszubildende begrüßt und ihnen geraten: „Nutzen Sie diese Chance.“ Für die angehenden drei Verwaltungsfachangestellten, den Gärtner und die Fachkraft für Abwassertechnik – hat der erste Tag vor allem eins beinhaltet: ganz viele Namen. Bei einem Rundgang durch die Verwaltung lernten die Azubis die Fachdienstleiter und die einzelnen Gebäude kennen. Auch ein Besuch des Bauhofs und Klärwerks stand auf dem Programm. Heute gehen die Azubis in ihre speziellen Bereiche. „Ich habe während eines Praktikums bei meinen Eltern gemerkt, dass mir Büroarbeit liegt“, sagt die 18-jährige Mareike Bormann.

„Der Einstieg war sehr gut“, sagt Pascal Schmidt. Der Münderaner hat den Beruf, den sich viele Jungen in seinem Alter wünschen: Kfz-Mechatroniker. Er und seine beiden Azubi-Kollegen kennen sich beim Autohaus Mensenkamp bereits gut aus, haben sie doch alle ein mindestens zweiwöchiges Praktikum dort absolviert. „Das ist bei uns schon Standard“, sagt Uta Rabe von der Geschäftsleitung.

Obwohl seine große Leidenschaft Autos sind, muss Pascal mit dem Bus aus Bad Münder zur Arbeit fahren. Er ist nämlich erst 16 Jahre alt und hat dementsprechend noch keinen Führerschein. Auf dem Weg dorthin sieht er seine Ausbildung jedoch als Vorteil. Da kenne er sich dann schon gut aus. Gestern durfte er mit einem Gesellen bereits ans und unters Auto: Reifendruck überprüfen, Ölwechsel und Inspektion machen.

Bei Marc Hohmann und Marcel Wittmoser dreht sich zwar auch alles um Fahrzeuge, allerdings eine Nummer größer. Die beiden 18-Jährigen werden bei Regiobus in Eldagsen zu Nutzfahrzeug-Mechatronikern ausgebildet. Beide kannten den Betrieb zwar schon aus einem Praktikum, das sie in den Osterferien absolviert haben, „aber ich konnte trotzdem die ganze Nacht nicht schlafen“, gibt Hohmann zu.

Am Anfang heißt es jedoch auch hier, dem Fachmann über die Schulter schauen. „Bis die richtig arbeiten, vergeht noch einige Zeit“, weiß Gesamtbetriebsleiter Ingo Schmidt. In drei bis vier Wochen seien jedoch kleinere Arbeiten wie Reifenwechsel problemlos selbstständig zu meistern. Gestern bekamen die Azubis ihre Berufskleidung und lernten die Sicherheitsbestimmungen kennen.

Auch die neue Deister-Zeitung hat gestern eine neue Kollegin willkommen geheißen: Die 18-jährige Katrin Japes hat ihre Ausbildung zur Medienkauffrau begonnen. „Ich mag den Umgang mit Kunden und habe mich deshalb entschieden, nach dem Abitur diese Ausbildung zu machen“, erklärt die Münderanerin. Es sei jetzt erst einmal eine große Umstellung, von morgens bis abends auf den Beinen zu sein, nachdem sie einen ganzen Monat faulenzen konnte.

Ernst wurde es auch für Martin Spahr und Katja Schuster, die bei Octapharma zu Pharmakanten ausgebildet werden. Den Beruf kennengelernt hat die 16-jährige Springerin bei einer Berufsbörse an der Heinrich-Göbel-Realschule. Weil ihre Interessen im naturwissenschaftlichen und medizinischen Bereich liegen, habe sie bei dem pharmazeutischen Unternehmen ein Praktikum absolviert. Gestern hieß es als erstes, Hygiene- und Sicherheitsbestimmungen auswendig lernen. Heute bekommen die beiden eine Betriebsführung.



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