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Woolworth-Pläne: Bauunternehmer Peter Othmer will trotz eines Rückschlags nicht aufgeben

„Ich bin noch dran“

Springe. Noch sind sie nicht zerplatzt – die Träume von einem neuen Magneten in der Innenstadt. Aber es gibt Probleme an einer Stelle, an der Investor Peter Othmer damit nicht gerechnet hat: Er findet keinen Lebensmittelmarkt für sein geplantes Einkaufszentrum am Nordwall. Aufgeben will er deshalb aber nicht.

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Autor:

marc Fügmann

Bis Mitte der Woche hatte alles noch ganz rosig ausgesehen. Othmer war gelungen, was mancher kaum für möglich gehalten hatte: eine Einigung mit den Eigentümern des sogenannten Woolworth-Komplexes. Der Bauunternehmer und die ausländischen Geldgeber eines großen Immobilienfonds hatten sich auf einen Kaufpreis verständigt. Damit schien die größte Hürde genommen.

Weniger Erfolg hatte Othmer mit seinen Bemühungen, ein auf Lebensmittel spezialisiertes Einzelhandelsunternehmen als Anker für den Neubau zu gewinnen. Sein Favorit, der Rewe-Konzern, hat ebenso abgewinkt wie die WEZ-Gruppe. Der Grund für die Absage ist gleich: zu wenig Parkplätze.

Der gebürtige Springer glaubt nicht, dass es Chancen gibt, eine andere Supermarktkette zum Einzug zu bewegen. Sein Fazit: „Es wird dort keinen Lebensmittelmarkt geben.“

Aufstecken will er deshalb aber nicht. Der Unternehmer erwägt nun einen Kurswechsel. Offenbar verhandelt er auch schon mit anderen potenziellen Mietern. Details gibt er nicht preis. Er versichert jedoch: „Ich bin noch dran.“ Schließlich habe er schon viel Zeit und Nerven investiert, „da höre ich jetzt nicht einfach auf.“

Der nach seinem ersten Besitzer, einer Kaufhauskette, benannte Woolworth-Komplex erstreckt sich vom Nordwall bis zum Alten Rathaus. Die größte Fläche wurde jahrelang von Rewe belegt. Wegen eines fehlenden Höhenausgleichs war der zudem sehr beengte Supermarkt nur über Treppenstufen beziehungsweise ein elektrisches Rollband erreichbar.

Auch an anderen Stellen erweist sich das Gebäude als nicht frei von baulichen Tücken. „Es gibt allein acht Treppenhäuser mit einer Breite von gerade mal zweieinhalb Metern“, sagt Othmer mit Kopfschütteln. Das ganze Haus sei „völlig verbaut“.

Der Supermarkt steht seit einem Jahr leer, ebenso wie ein Großteil der Büroflächen im Obergeschoss. Gut frequentiert werden dagegen die an der Front zur Fünfhausenstraße gelegenen Läden des Textildiscounters Kik und der Drogeriemarktkette Rossmann.

Rossmann hatte unlängst versprochen, Springe in jedem Fall treu zu bleiben – Neubau hin oder her. „Wir sind mit dem Standort sehr zufrieden“, betont Pressereferentin Annika Lingner. Man gehe inzwischen aber davon aus, dass sich räumlich nichts ändern wird.

Wenn Othmer seine Pläne noch verwirklichen kann, erwartet Springe ein großer Wurf. So sollen offenbar auch Nachbargrundstücke einbezogen werden.



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