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Im DRK-Haus An der Bleiche haben sich mittlerweile rund 20 Vereine und Gruppen angesiedelt

Hier schlägt das soziale Herz der Stadt

Springe. Hier schlägt das soziale Herz der Stadt – denn im DRK-Haus An der Bleiche sitzt nicht nur das Rote Kreuz. Rund 20 Vereine und Gruppen haben mittlerweile Büros und Räume dort gemietet, laden zu Beratungen, Sportangeboten, Vorträgen und Treffen ein. Für DRK-Regions-Geschäftsführer Thomas Dettmer ist dieser Gastgeberstatus ein wichtiger Baustein, um den Wegzug des Kreisverbandes vor drei Jahren aufzufangen. Geld verdiene das DRK damit kaum: „Es ist ein Nullsummenspiel.“

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Christian Zett Redaktionsleiter zur Autorenseite

Zu den jüngsten Neuzugängen in der wachsenden Gästeschar gehört etwa der Tauschring, der bislang in der Realschule angesiedelt war und sich einen zentraleren Treffpunkt wünschte. Fest eingemietet hat sich nach einem Wasserschaden in den alten Räumen gerade erst der Kinderschutzbund. Auch der Springer Hausfrauenbund zieht mittlerweile die DRK-Zentrale der Grundschule Hinter der Burg vor. Und nach dem Aus des Familienbüros am Niederntor kommen die Mitglieder des Trauercafés vom Hospizverein seit einigen Wochen auch An der Bleiche zusammen.

Schon 2003, nach einem großen Umbau, habe man mehr Platz gehabt als eigene Angebote, erinnert sich Dettmer: „Damals sind Leute auf uns zugekommen und haben gefragt, ob sie bei uns unterschlüpfen können.“ Schon länger sind darum verschiedene Selbsthilfegruppen vor Ort, die Region unterhält ein Büro ihres Sozialpsychiatrischen Dienstes, die Anonymen Alkoholiker treffen sich hier genauso wie Vorstand und Beirat der Tafel.

Trotzdem, erinnert sich Dettmer, habe es nach der Umsiedlung des Kreisverbands Gerüchte gegeben, das Haus solle verkauft werden: „Das ist aber ausgeschlossen – wenn man bedenkt, was wir hier alles machen.“ Denn auch das Rote Kreuz unterhält zahlreiche Angebote im eigenen Haus.

Probleme mit der Häufung von Gruppen und Vereinen unter dem DRK-Dach sieht Dettmer indes nicht; eine Beeinflussung sei ausgeschlossen: „Wir machen ja nichts mit denen. Wir schreiben keine Termine vor, wir haben keinen Kontakt mit den Mitgliedern oder den Nutzern der Angebote.“ Darum ist auch immer noch genug Platz da, versichert Dettmer – und macht keinen Hehl daraus, dass er auch dem Seniorenzentrum nach dessen wahrscheinlichem Auszug aus dem Alten Rathaus in den nächsten Jahren ein Zuhause geben würde: „Wir hatten da schon öfter Gespräche. Und für die Angebote, die es dort gibt, hätten wir auch genug Platz.“ Die Entfernung etwa von der zentralen Bushaltestelle Fünfhausenstraße zum Alten Rathaus sei genau so weit wie zum DRK, wirbt Dettmer: „Und wir sind hier absolut behindertengerecht ausgebaut.“ Bislang waren die Verhandlungen offenbar vor allem am Votum der AWO gescheitert, die ebenfalls Angebote im Seniorenzentrum vorhält.

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