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„Kein Standard mehr“: Landesforsten warnen Spaziergänger / Entspannung ab morgen

Heute hohe Waldbrandgefahr im Deister

Springe. Ein klassisches Waldbrandgebiet ist er eigentlich nicht, der Deister: Doch heute sind die zuständigen Landesforsten und Stadtförster Bernd Gallas in Alarmbereitschaft. Der Deutsche Wetterdienst hat für die heimischen Wälder Alarmstufe vier ausgelöst – die zweithöchste Warnung, die es gibt. Entspannung soll es ab Mittwoch geben.

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Christian Zett Redaktionsleiter zur Autorenseite

Stufe 4 – „das ist kein Standard mehr“, selbst im Sommer nicht, sagt Landesforsten-Sprecher Joachim Hansmann. Im Gegensatz zu Gegenden wie der Lüneburger Heide ist der Deister nicht so stark gefährdet; auch, weil hier viele Laub- und wenig Nadelbäume stehen. Letztere, erklärt Förster Gallas, seien trockener und oft von hochentzündlichem und langsam zersetzendem Streu umgeben. Trotzdem: „Wir sehen das als große Gefahr an“, sagt Gallas. Und Hansmann betont: „Auch hier können schnell mal 50 Hektar abbrennen.“ Besonders gefährdet sind aus Gallas Sicht Bereiche wie die Sophienhöhe – viele Nadelbäume, dazu der Autoverkehr zum Waldfriedhof, Spaziergänger...

Einig sind sich beide Fachleute deshalb: Wer heute in den Wald geht, der sollte eine ganze Reihe Sicherheitsregeln beachten. Für Gallas ganz oben auf der Liste steht der klassische Waldbrand-Auslöser: die Zigarette. „Ich sehe immer wieder Leute, die aus dem Auto steigen und einfach weiterrauchen“, sagt er. „Die denken einfach nicht dran.“

Hansmann und Gallas hoffen nicht auf umsichtige Waldbesucher – sondern auch auf aufmerksame: „Wenn jemand Rauch oder ein Feuer sieht, muss er das sofort melden“, bittet der Landesforsten-Sprecher. Tief durchatmen könne alle Beteiligten dann hoffentlich morgen: Der Wetterdienst sagt Regen und Gewitter voraus, die Temperaturen fallen – und die Warnstufe soll zurück auf „1“ fallen – der niedrigste Wert.



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