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Hermannshof plant Kulturfestival in den Feuerwehrhäusern

VÖLKSEN. Konzerte, Lesungen, ein Sommerkino, Kunstworkshops und Gartenkunst: Das neue Programm des Hermannshofs für die zweite Jahreshälfte ist anspruchsvoll und vielfältig. Eine Übersicht.

Der Kulturstammtisch hat auch wieder vieles vor: Dagmar Wieland (v.l.), Jens Enders, Martin Beyersdorf, Hanna Kahle, Eckhart Liss , Lothar Schaefer und Wolfgang Würriehausen. FOTO: SZABO

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patricia szabo

Unter dem Motto „Es brennt!“ möchte der Verein im Herbst ein Kulturfestival veranstalten. Der Ablauf war auch Thema beim Kulturstammtisch. Viel Zeit bleibt dem Organisationsteam aber nicht. „Es soll ein identitätsstiftendes Kulturprojekt sein, bei dem die Feuerwehren ihre Türen öffnen und sich aus einer anderen Perspektive zeigen“, sagte Projektleiter Wolfgang Würriehausen. Geplant seien bislang zwölf Veranstaltungen an zwei Oktober-Wochenenden, an denen in den Gerätehäusern Lesungen und Konzerte, Film- und Lichtprojektionen, Performance und andere Aktionen präsentiert werden sollen. Auch Experimente der Kinder-Uni und Francois Truffauts Film „Fahrenheit 451“ stehen auf dem vorläufigen Plan.

Das Projekt soll laut dem Vorsitzenden des Hermannshofs, Martin Beyersdorf, die kulturelle Identität auf dem Land stärken. Noch aber steckt die Idee in den Kinderschuhen. Wer macht was? Und vor allem wann? Das sollte während eines weiteren Treffens mit den Ortsbrandmeistern besprochen werden, die jetzt zu einer Projektpräsentation eingeladen worden sind.

Laut dem künstlerischen Leiter, Eckhart Liss, gäbe es bislang zwar Ansätze, aber noch keine konkreten Ideen. Daraus soll „ein buntes Programm für zwei Wochenenden“ entstehen, an dem der Kulturstammtisch mitwirken werde.

„Bereits 2001 haben wir schräges Zeug in den Feuerwehrhäusern gemacht“, sagte Liss. In diesem Umfang wäre es aber eine Premiere. „Mit der Erfahrung, die wir mitbringen, könnten wir es schaffen“, sagte Liss enthusiastisch. Noch erarbeitet das Team ein genaueres Konzept. Außerdem sei unklar, was überhaupt möglich ist und ob andere Kameraden die Idee unterstützen. Kein Wunder also, dass bei diesen vielen offenen Fragen die Idee auf Bedenken stieß: „Wir können nicht über die Köpfe unserer Kameraden hinweg entscheiden“, hieß es aus der Reihe der Ortsbrandmeister.

Auch die Möglichkeiten in den Feuerwehrhäusern seien den Kulturschaffenden nicht bekannt, räumte Liss ein. Aus diesem Grund möchte er sie in den kommenden Wochen besuchen. Er betonte, dass das Projekt den Feuerwehrleuten keine Mehrarbeit bereiten soll. Bedenken äußerte auch der Stadtbrandmeister Herbert Tschöpe: Schließlich müssten auch die Einsatzbereitschaft erhalten bleiben, ebenso die vorgeschriebenen Hygienerichtlinien.

Unsicherheit herrschte zudem, ob das Kultur-Festival nicht mit anderen Veranstaltungen im Stadtgebiet kollidieren werde, schließlich stünde neben der „Nacht der offenen Kirchen“ auch das Hubertusfest und ein Laternenumzug bereits auf dem Programm.

Während des Kulturstammtisches geriet auch der Veranstaltungskalender der Stadt in die Kritik. Dieser werde laut dem Verleger Dietrich zu Klampen nur rudimentär gepflegt und sei zudem „schwer auffindbar. Die Veranstaltungen sollten nicht bei der Stadt, sondern bei der Zeitung angesiedelt werden“, sagte zu Klampen. Hanna Kahle von der Verwaltung schlug hingegen vor, den Veranstaltungskalender auf einer prominenteren Stelle auf der Website der Stadt zu platzieren.

Laut Musikschulleiter Jens Enders werde auch ein Musikschulfest geplant. Zudem plant Quilisma ein Verdi-Projekt mit mehreren Aufführungen, sagte Lothar Schäfer vom Vorstand des Kinderchors.



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