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Herkulesstauden werden an der Springer Haller zum Problem

SPRINGE. Er vermehrt sich stark – und seine Blätter können eine phototoxische Hautrekation hervorrufen – das heißt, wer mit Blättern in Berührung kommt, kann rasch einen ziemlich starken Sonnenbrand, eine Verbrennung dritten Grades, bekommen.

Werden von der Stadt bekämpft: Herkulesstauden, wie hier zwischen Dahle, B 217 und Saupark, sind laut Experten eine Gefahr für Flora und Fauna. FOTO: MISCHER
Mischer

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Ralf T. Mischer Redakteur zur Autorenseite

Auch Rudolf Krause vom Nabu warnt vor den Herkulesstauden, die sich aktuell besonders entlang der Haller ausbreiten.

Dort sind die bis zu drei Meter hohen Gewächse besonders auf dem Vormarsch, weiß Krause: „Wenn Samen ins Wasser fallen, schwimmen sie mit der Strömung – und die Pflanzen breiten sich weiter aus.“ Bis zu drei Tage können die Samen im Wasser bleiben, ohne Schaden zu nehmen. Da nimmt es nicht Wunder, dass die ursprünglich im Kaukasus heimischen Stauden sich bereites entlang der Haller ausgebreitet haben. Krauses Meinung: Die Pflanze sollte bekämpft werden. Allerdings sei das gar nicht so einfach: Die Wurzeln müssen tief ausgegraben werden.

Die Meinung vertritt auch Bürgermeister Christian Springfeld: „Die Pflanze kann wirklich fürchterliche Verbrennungen verursachen. In unserem Einflussbereich tun wir als Stadt, was wir können, um die Ausbreitung der Gefahr zu verhindern.“

Dabei ist die Staude nicht nur an der Haller ein Problem: „Eine weitere Ausbreitungslinie bildet die Rambke, ausgehend vom Regenrückhaltebecken entlang der Kaiserallee bis zur Einmündung in die Haller“, weiß Mathias Gehrke, der sich bei der Stadt mit dem Thema befasst. Es gäbe sie dort als Einzelexemplare und in Gruppen, besonders stark betroffene Bereiche gäbe es nicht.

Um der gefährlichen Stauden Herr zu werden, bittet die Stadt den zuständigen Leineverband, sie im Bereich von Haller und Rambke zu bekämpfen. Der wiederum beauftragt spezielle Unternehmen mit der Arbeit.

Auf städtischen Flächen hingegen wir die Stadt selbst aktiv: „Die Gefahr der schnellen Ausbreitung auf angrenzende Flächen besteht, wenn wir nicht gegensteuern“, erläutert Gehrke. In den letzten Jahren hätten die Stadt-Mitarbeiter bei Kontrollen festgestellt, dass nach der Entfernung der Herkulesstauden im Mai aufgrund der Vielzahl von noch keimfähigen Samen im Boden neue Riesen nachgewachsen seien, die noch im Spätsommer neue Samen ausgebildet hätten. „Daher haben wir unsere Bemühungen verdoppelt und einen zweiten Durchgang zur Bekämpfung pro Jahr eingeplant“, sagt Gehrke.

Überdies gehe die Stadt stets Hinweisen aus der Bevölkerung auf das Vorkommen der Pflanze nach. „Handelt es sich hierbei um städtische Flächen werden die Stauden umgehend durch den Baubetriebshof entfernt.“



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