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Renovierung des Wegweisers könnte mehrere tausend Euro kosten

Heinerichs Leiden

Springe. Schuld ist ganz allein der Nachbar. Sagt Karl-Heinz Fischbeck. Der Restaurator hat gestern den frisch eingerüsteten Heinerich-Wegweiser am Alten Rathaus in Augenschein genommen. Die Diagnose: Sporen und Pilze der benachbarten Eiche haben dem Holz arg zugesetzt. Nach einer ersten Schätzung dürfte die Reparatur mehrere tausend Euro kosten.

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Christian Zett Redaktionsleiter zur Autorenseite

„Es war ein Fehler, die Eiche direkt danebenzusetzen. Sie braucht einen neuen Platz“, sagt Fischbeck, der schon 1995 an der Erstellung der 6,50 Meter hohehn Wegweiser-Kopie beteiligt war. Außerdem restaurierte er das 62 Jahre alte Original, das seitdem warm und trocken im Museum auf dem Burghof steht.

Sonneneinwirkung und Regenschauer taten laut dem zuständigen städtischen Fachdienstleiter Reinhard Borchardt ihr Übriges – der Wegweiser muss nach knapp 20 Jahren erneut restauriert werden. Fischbeck soll nun mit einem weiteren Spezialisten ein genaues Schadengutachten erstellen. Dann sollen auch die exakten Kosten und der Zeitrahmen für die Renovierung feststehen. Viel Zeit hat Fischbeck nicht: „Man muss schon vor dem Wintereinbruch fertig werden.“

Dass die Eiche an der Kreuzung umgesetzt werden muss, daran lässt der Fachmann keinen Zweifel. Sonst, fürchtet er, nimmt der aus Robinienholz gefertigte Wegweiser unwiederbringlich Schaden. Tischler Erdmann Kitzig aus Wilkenburg hatte den Stamm und den Wegweiser vor 18 Jahren gefertigt. Dank der Unterstützung von Bison und durch den damaligen Ortsbürgermeister Willi Henßen konnte die Stadt das Projekt damals für gut 35 000 DM stemmen – sonst wären die Kosten mehr als doppelt so hoch gewesen. „Wenn man das heute in dieser Form neu macht, käme man sicherlich auf mindestens 60 000 Euro“, schätzt Borchardt.

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