weather-image
16°

Heimische Volksbank plant Zusammenarbeit mit Nachbarinstitut

SPRINGE. Reicht das Geschäftsgebiet der heimischen Volksbank bald bis vor die Tore Braunschweigs?

Nach NDZ-Informationen wollen die Volksbanken Hildesheim-Lehrte-Pattensen sowie „Hildesheimer Börde“ enger zusammenwachsen. FOTO: ARCHIV
zett2

Autor

Christian Zett Redaktionsleiter zur Autorenseite

Nach NDZ-Informationen wollen die Volksbanken Hildesheim-Lehrte-Pattensen sowie „Hildesheimer Börde“ enger zusammenwachsen. Erstere war erst 2015 durch einen Zusammenschluss entstanden – seitdem ist auch „Springe“ aus dem Namen des Instituts verschwunden.

Sprecherinnen beider Institute wollten die Pläne auf Anfrage der Neuen Deister-Zeitung zunächst nicht bestätigen oder kommentieren. Inzwischen haben die Volksbanken allerdings für den morgigen Donnerstag zu einem gemeinsamen Pressegespräch eingeladen – auch, um über die „gemeinsamen Pläne für 2018“ zu berichten.

In regionalen Bankkreisen kursieren schon länger Gerüchte über eine bevorstehende Fusion beider Banken. Vor Jahren waren entsprechende Gespräche schon einmal gescheitert. Die „Hildesheimer Allgemeine“ hatte im vergangenen Jahr berichtet, bei der Volksbank „Hildesheimer Börde“ könne das Thema Fusion nach Abschluss von Betriebsumstellungen wieder auf den Tisch kommen.

Gingen beide Banken zusammen, würden sie ein großes Gebiet abdecken: Allein zwischen Springe im Westen und Söhlde im Osten liegen gut 50 Kilometer Luftlinie. In einigen Bereichen gibt es aber auch heute schon Überschneidungen: So sind die beiden Häuser in Lamspringe im Süden direkte Konkurrenten.

Seit der Fusion der heimischen Volksbank und dem Standort Hildesheim vor zwei Jahren gehört das neue Institut zu den 71 größten Volks- und Raiffeisenbanken Deutschlands. Die Volksbank „Hildesheimer Börde“ liegt unter 970 vom Dachverband in einem Vergleich der Bilanzsummen aufgeführten Häusern auf Platz 372. Gemeinsam würde eine Fusionsbank auf Platz 47 landen – zumindest, wenn man die Daten zum Jahresende 2016 zugrunde legt. In Norddeutschland gehörte das neue Haus zu den sechs oder sieben größten.

Wie bei jeder Art von Partnerschaft die Kräfteverhältnisse wären, zeigt der Blick auf die Zahlen: Während die Volksbank Hildesheim-Lehrte-Pattensen Ende 2016 eine Bilanzsumme von 2,3 Milliarden Euro aufführte, waren es beim kleineren Institut etwa 612 Millionen.

Wie die heimische Volksbank ist auch das Haus „Hildesheimer Börde“ aus mehreren Fusionen entstanden – zuletzt ging in ihr etwa 2004 die Volksbank Sarstedt auf.

Anzeige
Anzeige
Weiterführende Artikel
    Kommentare