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Klimaschutzmanagerin bittet städtische Angestellte zum Seminar – Schüler und Lehrer sollen folgen

Hausmeister sollen zu Sparfüchsen werden

Springe. Eigentlich sind sie diejenigen, die anpacken; die sich um alles kümmern vom tropfenden Wasserhahn bis zur Elektrik. Doch gestern hieß es für die städtischen Hausmeister erst mal: Schulbank drücken. In einem Seminar, organisiert von der neuen Klimaschutzmanagerin Katrin Härtel, lernten sie, wie man schon mit geringem Aufwand bares Geld sparen kann.

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Christian Zett Redaktionsleiter zur Autorenseite

Ort der Fortbildung war die Aula der Grundschule Hinter der Burg. Hier erläuterten Fachleute den Hausmeistern in einem dreistündigen Seminar wichtige Aspekte. „Im Mittelpunkt steht heute das Thema Heizung, weil wir gerade in der Heizperiode sind“, so Härtel. Teil des Kompetenzteams für Klimaschutz war – neben einem Architekten und einer Kommunikationsexpertin – auch Dirk Schröder-Brandi vom Energie- und Umweltzentrum.

„Springer Sparfüchse“ heißt das Programm, mit dem Härtel die Klimaschutz-Idee in die Schulen tragen will – und dabei nicht bei den Hausmeistern Halt macht. „Als Nächstes sind die Lehrer und Schüler dran“, sagt die Managerin. Jede Schule kann selbst entscheiden, ob sie sich an dem Projekt beteiligen will. „Erste Zusagen sind schon da“, sagt Härtel. Die Einrichtungen haben aber noch bis zum Februar Zeit, sich für eine Teilnahme zu entscheiden.

Für die Pädagogen und ihre Schützlinge will Härtel ebenfalls ganz praxisnahe Einheiten anbieten: Wann kann man im Klassenzimmer auch mal das Licht ausmachen? Muss das Fenster wirklich so lange auf Kipp stehen? Sie hofft auf einen Nachahmungseffekt der Lektionen: „Die Kinder tragen das, was sie da lernen, auch nach Hause.“

Für die Hausmeister ist die Klimaschutz-Erfahrung auch noch nicht beendet: Sie sollen in den kommenden drei Jahren – während Härtels Amtszeit – auch in Beleuchtungsfragen und in technischer Ausstattung intensiver geschult werden. „Natürlich sind die Mitarbeiter da auf einem unterschiedlichen Erfahrungsstand, das müssen wir ausgleichen“, sagt Härtel.

Sie setzt auf einen Gemeinschaftseffekt: Lehrer, Schüler und Mitarbeiter sollen ihre Schulen gemeinsam klimafit machen. Und dafür belohnt werden, erinnert sie: „Über ein Bonussystem können Teile des eingesparten Gelds ins Schulbudget fließen.“

Das Klima spielte gestern übrigens auch eine ganz konkrete Rolle für die Hausmeister: Mit einem Messgerät bestimmte Referent Schröder-Brandi während des Seminars den CO2-Gehalt der Luft – und bat zur Pause, wenn dieser zu hoch wurde.

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