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Hausmeister Krienke wird in Eldagsen verabschiedet

Egal ob Schulfeste, Projektwochen, Renovierungen und diverse andere Baustellen: Hausmeister Wolfgang Krienke war sofort zur Stelle. Jetzt wird der 67-Jährige nach 20 Jahren die Grundschule in Eldagsen verlassen.

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Autor:

von Saskia Helmbrecht

ELDAGSEN. Egal ob Schulfeste, Projektwochen, Renovierungen und diverse andere Baustellen: Hausmeister Wolfgang Krienke war sofort zur Stelle. Jetzt wird der 67-Jährige nach 20 Jahren die Grundschule in Eldagsen verlassen. Schnell gerät der Eldagser ins Schwärmen über seine Arbeit – und über die vielen Kinder, die ihn begleitet haben.
„Ich werde das liebe Gekreische der Kinder vermissen“, schmunzelt Krienke. Kinder seien ihm eigentlich viel lieber, denn die seien unkomplizierter als Erwachsene, würden sich schnell wieder vertragen und miteinander spielen. In 20 Jahren hat er zahlreiche Schicksale mitbekommen. „Er ist der Mann für alle Fälle, die gute Seele“, fürchtet die pädagogische Mitarbeiterin Ines Richter. Er sei immer da, helfe überall mit, das sei nicht mit Geld aufzwiegen. „Dass er geht, wird ein großes Loch reißen“, fürchtet Krienkes Kollegin.
Sein Engagement sei weit über das Notwendige hinaus gegangen: Hatte ein Kind Geburtstag, bestellte er kurzerhand einen Eiswagen. Mit Kaffee, belegten Brötchen oder Suppe begrüßte er das Kollegium am Morgen – einfach mal so, ohne konkreten Anlass. An alle Konfirmanden, die die Grundschule Hallermund besuchten, schrieb er Karten, digitalisierte Fotos von der Schule oder baute Bühnenbilder.
Eine Tafel Schokolade liege in seinem Büro immer bereit, wenn jemand einmal ein offenes Ohr brauche. Oder spendierte Pflaster für die Jüngsten, wenn sie beim Toben hingefallen sind. „Die Arbeit mit den Kindern hat mir großen Spaß gemacht. Und der Job hält jung“, sagt Krienke, der früher in der Gastronomie arbeitete und dadurch schon viele Eltern und Großeltern der zukünftigen Grundschüler kannte.
„Die Schule ist mein erster Wohnsitz.“ Auch wenn in der Schule immer viel los ist: Krienke lasse sich nicht aus der Ruhe bringen. „Ich habe gar keine Lust mich aufzuregen, das bringt nichts“, betont der 67-Jährige. Gelassenheit sei die Devise. So ganz verabschieden möchte er sich aber nicht, dafür liegen ihm die Kinder und das Team zu sehr am Herzen. „Ich komme immer mal wieder zu Besuch. So weit ist es ja auch nicht, weil ich gegenüber wohne“, so Krienke. Sein großer Werkzeugkasten werde ebenfalls in der Schule bleiben.
Im August wird Jacqueline Lubina aus Altenhagen sein Amt übernehmen. „Sie bekommt von mir alle Unterstützung, die sie braucht“, sichert Krienke zu. Seinem Hobby, Menükarten und Einladungen zu gestalten, wird er weiter nachgehen. Jetzt möchte Krienke erst einmal Urlaub machen – und Akkordeon spielen lernen.
2 Seine Verabschiedung wird im Rahmen der „Wild-West-Party“ am Sonnabend, 13. August, gefeiert. Das Fest beginnt um 15 Uhr und kostet 5 Euro Eintritt, Kinder müssen nicht bezahlen. Auf dem Programm steht Live-Musik mit der Band „Caliber 45“sowie Tanz mit „Celtic Spirit“ und den „Western Girls“. Planwagenfahrten, Bullenreiten, Bogenschießen und eine Tombola runden den Nachmittag ab. Karten gibt es im Vorverkauf bei Optiker Hagemann, in der Schule – oder an der Abendkasse.

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