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Behindertengerechter Umbau der Dorfgemeinschaftsräume verzögert sich / „Was können wir leisten?“

Haushaltsloch bringt Barrierefreiheit ins Stocken

Springe (zett). Durch die schwierige Haushaltslage der Stadt ist auch das Großprojekt „barrierefreie Dorfgemeinschaftshäuser“ ins Stocken geraten. Das bestätigte der zuständige Fachdienstleiter Reinhard Borchardt.

Schon barrierefrei: der Völksener Gemeinschaftsraum.

Selbst in Holtensen, wo der Dorfverein die Räume tatkräftig in Eigenleistung renoviert, seien die Arbeiten ins Stocken geraten. „Da läuft der Materialeinkauf über uns“, bedauert Borchardt. Er will jetzt erst einmal den Abschluss der Haushaltsberatungen für das kommende Jahr abwarten: „Dann können wir sukzessive unsere Liste abarbeiten – je nach dem, wie Geld da ist.“ Im Zweifelsfall müsse man auch Prioritäten neu verteilen: „Dann gucken wir: Was können wir wann leisten?“

In manchen der Dorfgemeinschaftshäuser und -räume sei die Lage ohnehin „nicht so dramatisch“, wie Borchardt betont: „In Lüdersen geht es nur um eine 15 Zentimeter hohe Stufe. Wenn da zum Beispiel Wahlen sind, behelfen wir uns mit einer Rampe.“ Diese Methode werde bis auf Weiteres etwa auch in Alferde angewandt.

Doch nicht nur die Dorfgemeinschaftshäuser hat Borchardt auf seinem Barrierefreiheit-Zettel stehen. Auch die Eingangsbereiche von Schulen oder das Rathaus auf dem Burghof haben er und seine Mitarbeiter im Blick: „Langfristig ist das Ziel, einen barrierefreien Zugang zu allen städtischen Gebäuden zu schaffen“, erklärt Borchardt.

Von einem seiner Sorgenkinder hatte er sich bereits Ende Januar verabschieden können: Damals wurde der für 30 000 Euro umgebaute Völksener Dorfgemeinschaftsraum eingeweiht. In einer Untersuchung hatte der Fachdienst Soziales zuvor etwa die Räume in Alferde, Boitzum und Lüdersen als nicht barrierefrei eingestuft. Zahlreiche der Räumlichkeiten sind zu Zeiten entstanden, als Barrierefreiheit noch kein Thema war, über das vordergründig nachgedacht wurde.



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