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Hartmut Koch: 50 Jahre Jäger und Jagdaufseher

ALTENHAGEN I. Als Hartmut Koch sein Amt antrat, da war noch nicht mal der erste Mensch auf dem Mond gelandet: 1968 übernahm der Altenhägener das Revier rund um seinen Heimatort von Günther Nettelrodt aus Bad Pyrmont. Seitdem ist er unterwegs als Jäger und Jagdaufseher.

Seit 50 Jahren als Jäger und Jagdaufseher in der Landschaft unterwegs: Hartmut Koch. FOTO: LÜDERSEN

Autor

Friedhelm Lüdersen Reporter

Sein Revier: zwischen Waldbad und Forsthaus Morgenruhe, an der Sauparkmauer entlang bis zum Gestüt Webelsgrund, zwischen Sedemünder und Bahnlinie über den Katzberg bis zur Hachmühler Grenze.

„Ein großer Mitjäger“ sei die Bundesstraße 217, sagt Koch heute. Soll heißen: Der über die Jahrzehnte zunehmende Verkehr nahm den Jägern manche Arbeit ab, dezimierte die heimische Tierwelt auf seine Weise. Kochs Erinnerungen, Erlebnisse in seinem Revier, hat er in zahlreichen Aktenordnern festgehalten.

Die Papiere zeugen von uneinsichtigen Pferde- und Hundehaltern, von Problemen mit Joggern, mit Spaziergängern, die die Tierwelt stören oder gar die Jagd. Aber auch von Wilderern und Fischdieben, die es heute gibt, wie es sie vor 50 Jahren schon gab. Koch ärgerte sich mit Einbrechern herum, mit der Tollwut und zahlreichen aufwändigen Impfaktionen drumherum.

Verändert, sagt er heute, habe sich nicht nur die Arbeit – sondern auch das Drumherum. „Vor 50 Jahren gab es noch etliche Handwerksbetriebe, kleine und mittlere Betriebe mit Viehzucht, Grünland und kleine Feldstücke.“ Rasend schnell habe sich die Landschaft verändert – und mit ihr die Ausrüstung der Landwirte. „Technik und Tempo bestimmen den Ablauf. Tag und Nacht treten in den Hintergrund“, berichtete Koch.

Wie das den Jäger und Jagdaufseher betrifft? Die Wildtiere mussten sich den veränderten Bedingungen anpassen – oder verschwanden, wie Rebhühner und Fasane. „Das Wild braucht unsere Hilfe. Die Jagdpächter und Landwirte müssen ihre Ziele koordinieren. Im Interesse des Wildes müssen sie an einem Strang ziehen“, plädiert Koch.

Er hat nicht nur in seinem Revier gearbeitet, sondern war auch 30 Jahre lang am Jägerlehrhof im Jagdschloss als Referent tätig, ebenso in den Landesjagdverbänden Sachsen-Anhalt und für die Deutsche Landwirtschaftsgesellschaft. Und: Der Altenhägener Koch gehörte zur Prüfungskommission für Jagdaufseher bei der Landesjägerschaft Niedersachsen.

Seine Verdienste hat nun auch sein Heimat-Zusammenschluss, die Jagdgenossenschaft Altenhagen I, gewürdigt: Mit einem Ehrenteller der Jagdgenossenschaft dankte der Verband Koch für seine 50-jährige ehrenamtliche Tätigkeit für eine waidgerechte Jagd und einen intensiven Naturschutz. Lob gab es auch von der Landesjägerschaft Niedersachsen sowie vom Naturschutzbund Springe.



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