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Stadt reagiert ungehalten auf Kritik des TTC / „Versuch, sich um Gebühren zu drücken“

Halle Nord: Reparatur kostet gut 200 000 Euro

Springe (zett). Die Stadt hat eine erste Bilanz der großflächigen Reparaturen an der gesperrten Halle Nord gezogen. Demnach kostet die Maßnahme „alles in allem weit mehr als 200 000 Euro“, sagt der Erste Stadtrat Hermann Aden: „Wir mussten das mit einem Kredit finanzieren, der unseren Schuldenstand weiter erhöht hat.“

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Um so mehr verärgert Aden die Kritik aus den Reihen des TTC Springe. Dort hatte man erklärt, die andauernde Sperrung bedrohe die Existenz des Vereins. Zum Ausgleich forderte der Vorstand eine baldige Wiedereröffnung der Halle und einen Erlass der Nutzungsgebühren für die Sommerferien. Für Aden ist die Kritik nichts weiter als „ein Versuch, sich um die dringend notwendigen Gebühren zu drücken. Das ist nicht ganz ungeschickt.“

Trotzdem erteilt er dem Wunsch des TTC eine klare Absage: „Wir als Stadt haben die Halle schließlich nicht kaputtgemacht.“ Im Gegenteil – man sei froh, „dass sich alles nicht so dramatisch entwickelt hat wie zuerst befürchtet“. Wie berichtet, waren in tragenden Elementen der Halle Risse aufgetreten.

Die beauftragten Handwerker täten „ihr Möglichstes“, um bald mit den Reparaturarbeiten fertig zu sein, sagt Aden. Man halte aber zunächst an einem Fertigstellungstermin bis nach den Sommerferien fest: „Wenn es eher geht, um so besser.“

Aus Sicht des Ersten Stadtrats wäre etwas mehr Verständnis für die Situation der Stadt angebracht: „Ich bin heilfroh, dass wir nicht einfach die Halle sperren mussten, um dann erst einmal zu gucken, woher wir überhaupt Geld für eine Sanierung nehmen sollen.“

Er könne nachvollziehen, „dass das für die Vereine eine missliche Situation ist“. Dennoch gehe Sicherheit vor – ein zunächst für möglich gehaltener Einsturz der Halle habe die Stadt zum Handeln gezwungen: „Und da lassen wir uns jetzt, was den Zeitplan angeht, nicht unter Druck setzen“, sagt Aden. Zumal – anders als vom TTC behauptet – alle Vereine über den Ablauf informiert worden seien.

Zusätzlich habe man den Betroffenen eine Alternative angeboten, betonte gestern noch einmal Sportfachbereichsleiterin Dagmar Wiese-Cordes. Diese habe nicht immer den alten Trainingszeiten entsprochen – Beschwerden seien ihr aber nicht bekannt.



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