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Rotarier und St.-Andreas-Gemeinde wollen Mahnmal für jüdische Mitbürger wieder ins Gedächtnis rufen

„Gut, dass es in Erinnerung kommt“

Springe. Dass es in der Stadt vielfältiges jüdisches Leben mit einer Synagoge, einem rituellen Bad in der Echternstraße und sogar mit einer Elementarschule gab, ist heute in Vergessenheit geraten. Die St.-Andreas-Gemeinde und der Rotary-Club wollen das ändern. Gestern Abend fiel mit einer Feierstunde der Startschuss.

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Mischer

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Ralf T. Mischer Redakteur zur Autorenseite

Eigentlich gibt es das Mahnmal „Wurzeln des Glaubens“ auf dem Hof der St.-Andreas-Kirche bereits seit dem Jahr 1997. Doch die Gedenkstätte ist mittlerweile ebenfalls etwas in Vergessenheit geraten. „Viele wissen gar nicht mehr, wie sie aussieht“, mutmaßte Pfarrer Klaus Fröhlich gestern während der Einweihung. Deshalb sei gut, „dass es in Erinnerung kommt“. Fröhlich und Hinrich Bergmeier vom Rotary-Club erinnerten auch an die Schicksale jüdischer Familien in Springe während der Nazi-Zeit.

Bergmeier betonte, dass das Mahnmal „einen großen künstlerischen und kulturellen Wert“ besitze. Deshalb möchten auch die Rotarier die Steine wieder zurück ins Gedächtnis rufen, indem sie sie in ihren digitalen Stadtrundgang integrieren.

Dieses auch von der NDZ präsentierte Angebot macht es Smartphone-Nutzern möglich, einen sogenannten QR-Code zu scannen, der an Sehenswürdigkeiten angebracht ist – seit gestern auch am Mahnmal. Nach dem Scan öffnet sich eine Seite mit Informationen. Auf den Sandsteinblöcken an der St.-Andreas-Kirche sind verschiedene Symbole abgebildet. „Deren Bedeutung wird detailliert erklärt“, sagt Bergmeier.

Vor der Einweihung der Stele, auf der der QR-Code befestigt wird, wurde auch das Mahnmal selbst runderneuert: Bildhauer Uwe Gassl, der die Steine 1997 gemeinsam mit christlichen und jüdischen Jugendlichen gestaltet hatte, hat sie in den vergangenen Wochen auf Hochglanz poliert.



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