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Grüner Besuch in der Springer Fahrradwerkstatt

SPRINGE. Vom Ausbau der Fahrradinfrastruktur profitieren nicht nur die Radfahrer selbst – das war der Tenor nach einer Radtour der Grünen entlang der Bundesstraße 217, die an der Fahrradwerkstatt des Nachbarschaftsladens „Doppelpunkt“ in Springe endete.

„Jedes Zweirad mehr auf der Straße bedeutet weniger Autos, Abgase und weniger Lärm, dafür aber mehr Platz“, sagte die Landtagskandidatin Nicole van der Made, die auf der Tour ebenso dabei war wie die Bundestagsabgeordnete Swantje Michaelsen. Es gehe nicht um „entweder-oder“, sondern um „sowohl-als auch“: „Diejenigen, die auf das Auto angewiesen sind, sollten sich bewusst machen, dass der Umstieg möglichst Vieler auf das Fahrrad auch ihnen nutzt. Dann fällt es leichter, eine Spur zu teilen“, so van der Made.

In der Fahrradwerktstatt arbeiten nicht nur „Grüne“

Die Tour entlang der Bundesstraße führte von Ronnenberg vorbei am künftigen Regiobus-Standort in Weetzen und durch Holtensen nach Springe zur Fahrradwerkstatt. Das Engagement der Ehrenamtlichen dort beeindruckte die grünen Politikerinnen und Politiker. „Dieser Einsatz hilft Menschen mobil, zu sein – und ist ein wichtiger Beitrag für das gemeinschaftliche Zusammenleben“, begeisterte sich Michaelsen.

Die Fahrradwerkstatt verwirklicht viel, wofür sich Grüne einsetzen. Es werden alte Fahrräder wieder flottgemacht und damit Bedürftigen geholfen, mobiler zu werden. Und das alles mit einem wirklich kleinen ökologischen Fußabdruck, weil teilweise etwa aus zwei unbrauchbaren Fahrrädern wieder ein gutes zusammengeschraubt wird.

Dabei engagieren sich in der Fahrradwerktstatt nicht nur Leute, die den Grünen nahestehen. „Wir sind ein Team mit unterschiedlichen Ansichten und Motivationen. Die Fahrradwerkstatt bringt uns aber zusammen“, sagte Rudolf Rantzau, Mitarbeiter in der Fahrradwerkstatt und Vorsitzender der Springer Grünen: „Für die einen stehen christliche Motive im Vordergrund, für die anderen der Nachhaltigkeitsgedanke.“

Fahrradklima-Test bewertet Kommunen

„Was läuft schon gut und wo müssen Veränderungen her?“ Antworten auf diese Frage will der Fahrradklimatest des ADFC finden, der in diesem Jahr zum zehnten Mal durchgeführt wird. Bis Ende November können Radfahrende noch an einer Umfrage unter fahrradklima-test.de teilnehmen und die Fahrradfreundlichkeit ihrer Kommune bewerten. Springe schnitt dabei 2020 eher schlecht ab: Unter 53 niedersächsischen Kommunen zwischen 20 000 und 50 000 Einwohnern auf Rang 43.

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