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Grüne wollen Restmüllsäcke komplett abschaffen

Vor der Sitzung des Regions-Abfallausschusses am heutigen Dienstag verschärft sich der politische Streit um die Restmüllsäcke und -tonnen. Die Grünen wollen die Säcke zum Jahresende komplett abschaffen.

Das geht aus einem Antrag hervor, der heute ab 16 Uhr in dem Ausschuss in Hannover behandelt werden soll - als Ergänzung zur Forderung der Mehrheitsfraktionen von SPD und CDU, den Tonnenzwang bei Neubauten und Umzügen abzuschaffen und einen Wechsel zurück zum Restmüllsack zu ermöglichen (wir berichteten).

Auch die Springer Grünen-Ratsfraktions-Chefin Elke Thielmann-Dittert, bis 2016 abfallpolitische Sprecherin ihrer Fraktion in der Regionsversammlung, meldete sich im Vorfeld zu Wort: Der Vorstoß von SPD und CDU sei „fatal und rückschrittlich“, schreibt sie an die Mitglieder des Ausschusses. Sie wisse „um die Widerstände und die Argumentationen auf beiden Seiten“. Die Einführung der Restabfalltonnen habe sich aber im Umland inzwischen etabliert: die weitaus meisten Haushalte hätten „die Vorteile der Abfallbehälter erkannt und verwenden keine Säcke mehr“. Da nun auch die Mindestabfallmenge gleich bleiben solle, ändere sich durch die Wiedereinführung der Säcke nichts an der fälligen Gebühr. „Die SPD als damalige Mehrheitspartei hat diese Argumente vehement vertreten und müsste heute sehr genau erklären, was sie zu einer 180°-Wende bewogen hat“, so Thielmann-Dittert

Verstärkt komme in diesen Tagen das Thema „Plastikvermeidung“ hinzu: Der Verzicht auf Kunststoff bei Wattestäbchen und Trinkhalmen sei „geradezu lächerlich, wenn auf der anderen Seite zu einem Mehrverbrauch an Plastikmüllsäcken aufgerufen wird“. Weitaus sinnvoller sei eine Kampagne zur Abfallvermeidung: Sie diene Mensch und Umwelt „mehr als jeder vermeintlich noch so sparsame Plastikmüllsack“.




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