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Ortsbürgermeisterwahl: In Bennigsen bleibt alles beim Alten / Unklare Situation in Gestorf

Grüne unterstützen Rieck und Kuschnereit

Gestorf/Bennigsen (mf). Die Grünen als Zünglein an der Waage haben sich entschieden – und zwar zugunsten von zwei CDU-Politikern: In Bennigsen wollen sie Hartmut Rieck zu einer weiteren Dienstzeit als Ortsbürgermeister verhelfen. In Gestorf könnte sich Jürgen Kuschnereit mit ihrer Hilfe ins Amt wählen lassen. Doch der zögert noch.


Die Entscheidung, wie die Grünen sich positionieren würden, war mit Spannung erwartet worden. Am Dienstagabend hat der Stadtverband getagt und beschlossen, „an einer alten Springer Tradition festzuhalten“, wie Vorsitzender Thomas Hüper-Maus es formulierte. Danach soll in beiden Orten der Bewerber mit den meisten Stimmen aus der jeweils stärksten Fraktion unterstützt werden. In Gestorf, wo der langjährige Bürgermeister Bernd-Georg Höfer (SPD) bei der jüngsten Wahl nicht mehr angetreten war, wäre das dessen bisheriger Stellvertreter Jürgen Kuschnereit (CDU). Doch der weiß noch nicht, ob er überhaupt an die Spitze des Ortsparlaments treten will. „Ich habe mich noch nicht entschieden“, ließ Kuschnereit gestern auf Anfrage wissen. In seiner Fraktion gebe es noch Beratungsbedarf.

Kuschnereits Zögern hat offenbar vor allem einen Grund:. Die CDU hatte bei der Kommunalwahl auf eine absolute Mehrheit gesetzt, den vierten Sitz aber knapp verfehlt. Mit jeweils drei Mandaten gibt es nun ein Patt zwischen ihr und der SPD. Für Entscheidungen wäre Kuschnereit also regelmäßig auf die Mitwirkung der SPD oder aber des Grünen Günter Wall angewiesen.

Denkbar ist angesichts der unklaren Gemengelage auch, dass einer der beiden anderen CDU-Ratsherrn seinen Hut als Bürgermeisteranwärter in den Ring wirft: Heinrich Eicke senior oder dessen Sohn Heinrich Eicke jun., der für Tomas Titz nachrückt, nachdem dieser seinen Mandatsverzicht erklärt hat. In der kommenden Woche soll innerhalb der CDU offenbar eine Entscheidung fallen.

Ob die Grünen auch einen anderen Unionskandidaten als Kuschnereit unterstützen würden, ist offen. Eine solche Entscheidung werde man dem Gestorfer Ratsherrn Günther Wall überlassen. Denkbar sei auch eine Enthaltung – im Zweifel entscheidet dann das Los. Damit könnte sich möglicherweise auch noch Eberhard Brezski Hoffnung machen, der für die SPD als Bürgermeisterkandidat angetreten war.

Klar ist die Sache hingegen in Bennigsen, wo die CDU mit fünf Sitzen nicht nur stärkste Kraft geblieben ist, sondern Ortsbürgermeister Hartmut Rieck auch mehr persönliche Stimmen bekommen hat als die ersten drei SPD-Kandidaten zusammen. Er freue sich, dass die Grünen seine Wiederwahl unterstützen wollen, sagte der 60-Jährige gestern gegenüber der Neuen Deister-Zeitung.

Diese möchten dafür auch keinerlei Gegenleistung, wie Parteichef Hüper-Maus betonte. Den Posten des stellvertretenden Bürgermeisters solle die SPD als zweitstärkste Fraktion beanspruchen dürfen. „Wir gehen davon aus, dass Herr Gniesmer das Amt übernimmt“, so Hüper-Maus.



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