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Spendensammlung für ukrainische Flüchtlinge läuft noch bis Freitag, 18 Uhr

Großes Echo auf Gestorfer Hilfsaktion für ukrainische Flüchtlinge

GESTORF. Zwei Sprinter mit Anhänger werden nötig sein, um am Wochenende die Hilfslieferung aus Gestorf an die polnisch-ukrainische Grenze zu bringen. In der Winterkirche und im Gemeindesaal stapeln sich vollgepackte Plastiktaschen und Kartons.

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Marita Scheffler Redakteurin zur Autorenseite
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Jeden Abend treffen sich Freiwillige, um die Spenden zu sortieren und die fertigen Pakete zu beschriften.

„Jeder hilft nach seinen Möglichkeiten. Es ist Wahnsinn, wie viele Spenden bereits zusammengekommen sind“, sagt Mitorganisator Ernst Rasche. Während der Kirchenvorsteher mit der NDZ spricht, klingelt wieder jemand und gibt 50 Euro ab. „Das können Sie bestimmt gut gebrauchen.“

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In der Winterkirche reicht der Platz schon nicht mehr aus

Auch im Frischemarkt von Lutz Ahlers steht mittlerweile ein Sparschwein, das fleißig gefüttert wird. Rasche ist dankbar: „Wir benötigen ja auch Spritgeld für die Tour.“ Am vorigen Wochenende hatten die beiden gebürtigen Polen Karol und Magdalena Misiak, die im alten Küsterhaus wohnen, die Idee, eine Hilfslieferung für ukrainische Flüchtlinge zu organisieren.

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Am Ende wird jeder Karton auf Polnisch beschriftet, damit alles für die Ausgabe in Hrubieszów vorbereitet ist.

Am Dienstagabend war die Winterkirche bereits so voll, dass die Helfer zum Sortieren in den Gemeindesaal umzogen. „Einige, die eigentlich nur schnell einen Karton abgeben wollten, sind spontan geblieben und haben uns unterstützt“, sagt Rasche. „So etwas zu sehen, macht richtig Spaß.“

Was fehlt: Lebensmittel, Babynahrung, Hygieneartikel und Verbandsmaterial

Zu den besonders engagierten Unterstützern gehört Lutz Ahlers, der 3000 Euro gespendet hat. Die Mühlen-Apotheke aus Eldagsen hat eine Lieferung mit Medikamenten zugesagt. Nebenbei läuft Rasches Telefon heiß. „Was fehlt noch?“, ist eine der Standardfragen. Benötigt würden mittlerweile nur noch Verbandsmaterial und Medikamente, sagt der Kirchenvorsteher. Vor allem Schuhe und Bekleidung gebe es en masse. „Was wir nicht mitnehmen können, legen wir aber für die nächste Bethel-Sammlung an die Seite“, sagt Rasche über die Altkleider. Weggeworfen werde nichts; zeitweise würden die Helfer aber überrannt, stießen an ihre Grenzen.

Aufbruch nach Polen am Sonnabend um 3 Uhr

Die Spendensammlung läuft noch bis Freitag, 18 Uhr. Die Abgabestelle ist in der Winterkirche beziehungsweise im anliegenden Gemeindehaus in Gestorf; die Türen stehen von 10 bis 18 Uhr offen. Am Freitagabend werden die beiden Sprinter plus Anhänger beladen. Am Sonnabend um 3 Uhr wollen Karol Misiak und der Gestorfer Björn Scheiblich, der sich als zweiter Fahrer gemeldet hat, gen Polen aufbrechen. Ziel ist der Sammelpunkt in Hrubieszów, fünf Kilometer von der ukrainischen Grenze entfernt.




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