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Gleich zwei Autofahrer stehen vorm Amtsgericht

VÖLKSEN/GESTORF. Der eine war betrunken, der andere bekifft: Gleich zwei Fälle von Straßenverkehrsgefährdung sind jetzt am Springer Amtsgericht verhandelt worden.

Betrunken und bekifft: Zwei Fälle von Straßenverkehrsgefährdung wurden jetzt im Amtsgericht verhandelt. Foto: Archiv

Autor:

Anne Brinkmann-Thies

Mit einem Blutalkoholwert von 1,9 Promille ist ein 54-jähriger Mann auf der B 217 auf Höhe der Ausfahrt Völksen erwischt worden. Der Mann fuhr im April mit seinem Opel derartige Schlangenlinien, dass er gleich zwei Fahrbahnen querte und fast die Leitplanken touchiert hätte. Andere Autofahrer mussten seinetwegen abbremsen, um einen Unfall zu vermeiden, hielt die Strafrichterin dem Mann vor.

„Ich bereue das sehr“, ließ der Mann über eine Dolmetscherin die Tat einräumen. Es sei blödsinnig gewesen und er werde das nicht wieder tun, beteuerte er. So schnell dürfte er dazu auch keine Gelegenheit haben. Insgesamt zehn Monate muss er auf seinen Führerschein verzichten. Bevor er ihn in Deutschland wiedererlangen könne, werde er einen medizinisch-psychologischen Test absolvieren müssen, erklärte ihm die Richterin.

Zudem muss der Mann 500 Euro Geldstrafe zahlen. Das entspricht 50 Tagessätzen à zehn Euro. Gegen einen Strafbefehl hatte der Mann zuvor Einspruch eingelegt, weshalb dieser Fall vor Gericht verhandelt wurde. Dabei war eine Tagessatzhöhe von 50 Euro angesetzt worden. „So viel verdiene ich nicht“, hatte er erklärte. Bei der Höhe des Tagessatzes wird der monatliche Verdienst durch 30 geteilt. Nun muss der Angeklagte allerdings die Kosten des Verfahrens selbst bestreiten.

Beschäftigt hat das Gericht zudem die Straßengefährdung eines 26-jährigen Gestorfers. Der Mann war im März mit seinem Auto im Harbergort unterwegs, obwohl er Betäubungsmittel konsumiert hatte und Schlenker fuhr. Als ihn eine Polizeistreife anhalten wollte, reagierte er zunächst nicht. Als der junge Mann schließlich ausstieg, soll er Ausfallserscheinungen gezeigt und träge reagiert haben. Insgesamt ein Jahr muss der 26-Jährige auf seinen Führerschein verzichten und eine Geldstrafe von 600 Euro bezahlen. Auch der Gestorfer hatte gegen einen entsprechenden Strafbefehl Einspruch erhoben, zog diesen Einspruch vor Gericht aber wieder zurück.



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