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Glanzvolles Konzert in der St.-Vincenz-Kirche

ALTENHAGEN I. Orgel und Bratsche? Dass das gut zusammenpasst, haben Anastasia Kovbyk und Ashot Manuakian jetzt in der St.-Vincenz-Kirche unter Beweis gestellt.

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Autor

Friedhelm Lüdersen Reporter

Die „Königin der Musikinstrumente“ (in St. Vincenz die Furtwängler-Denkmalsorgel und die Bratsche, historisch gesehen das Hauptinstrument der Violinen-Familie) erklang am Vorabend des Ewigkeitssonntags in großartiger Harmonie. Anastasia Kovbyk, die an der Orgel als Königin zauberte, und Ashot Manukian mit seiner Bratsche zeigten in einem fantastischen Zusammenspiel ihr Talent als Duo. Und das ist kein Wunder, schließlich musizierten sie doch schon gemeinsam in Nischni Nowgorod. Derzeit studieren sie an der Hochschule für Musik in Detmold und geben Konzerte in Russland, Armenien und Deutschland.

Pastor Eckhard Lukow hatte bei der Begrüßung festgestellt, dass es sehr selten sei, wenn Orgel und Bratsche zusammen spielen. Doch gerade diese Mischung entwickelte sich zum Zwiegespräch der Instrumente Orgel und Bratsche in wechselnder Führung mit forschem Ausklang.

Überzeugend gelang es den beiden Musikern, mit ihrem ausgewählten Programm, und ihrem wunderbaren Zusammenspiel der Stimmung des zu Ende gehenden Kirchenjahres gerecht zu werden. Sie hatten für diesen Abend Werke von Johann Sebastian Bach, Georg Philipp Telemann, Marin Marais, Gabriel Fauré, Karl Stamitz, Zsolt Gárdonyi, Joseph Gabriel Rheinberger und Carl Reinecke ausgewählt.

Kovbyk verstand es hervorragend, die 1844 von Philipp Furtwängler erbaute und wohl ältestes unverändert erhaltenes Instrument aus seiner Werkstatt, in ganzer Bandbreite zu Gehör zu bringen. Von laut und hart bis leise und zart waren die Töne, die das Publikum begeisterte. Die jetzt 172 Jahre alte Orgel erwies sich wieder einmal als ein Instrument höchster Qualität. Einen Höhepunkt des Konzertes bildeten Marin Marais (1656-1728) fünf altfranzösische Tänze. Und auch der „Abendfriede“ von Joseph Gabriel Rheinberger (1839-1901) bearbeitet für Orgel und Bratsche von Peter Dicke, war ganz im Sinne der Zuhörer. Während der Zugabe nach dem brausenden Applaus entfaltete sich noch einmal der ganze Klang von Bratsche und Orgel und war ein würdiger Abschluss eines wunderbaren Konzertes in St. Vincenz mit dem klangvollen Ave Maria.



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