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Vier brutale Übergriffe innerhalb von 24 Stunden / Polizei nimmt fünf Heranwachsende fest

Gewalttäter machen Springe unsicher

Springe (ric). Eine Serie schwerer Körperverletzungen und ein möglicher Raubüberfall halten die Polizei in Atem. Am Sonnabend sollen fünf junge Männer gemeinsam einen 40-Jährigen auf offener Straße derart zugerichtet haben, dass der Mann ins Krankenhaus musste.

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Es ist gegen 1.25 Uhr, als ein aufmerksamer 45-Jähriger Schreie hört. Von seiner Wohnung am Oberntor aus sieht er, wie eine größere Gruppe auf ein Opfer einschlägt. Der Zeuge eilt hinunter, informiert Polizei und Rettungsdienst. Auf der Straße liegt ein verletzter 40-Jähriger – er soll unter anderem einen Faustschlag ins Gesicht bekommen haben. Wenig später nimmt die Polizei fünf Tatverdächtige im Alter von 18 bis 22 Jahren vorübergehend in Gewahrsam, sie sind bereits wegen Drogen- und Eigentumsdelikten bekannt.

„Der Sachverhalt ist verworren“, berichtet Polizeihauptkommissar Joachim Eickmeyer im Gespräch mit der NDZ. Offenbar war der einseitigen Schlägerei ein Gaststätten-Streit vorausgegangen. Das Opfer erstattete keine Anzeige.

Die Polizei schließt nicht aus, dass es eben diese Gruppe ist, die in derselben Nacht gegen 5.15 Uhr ein weiteres Mal in Erscheinung tritt. Auf der Straße Zum Niederntor schlagen und treten dunkel gekleidete Täter auf einen 21-Jährigen Barsinghäuser ein und flüchten dann. Das alkoholisierte Opfer erleidet leichte Kopfverletzungen. „Die Hintergründe sind noch unklar“, teilt Eickmeyer mit. Vor eben jener Kneipe an der Burgstraße, in der zuvor die anderen Schläger gezecht hatten, ereignet sich dann am Sonnabend gegen 2 Uhr ein weiterer Vorfall: Ein 24-Jähriger setzt sich nach dem Gaststättenbesuch in ein Auto vor der Tür. Durch die geöffnete Seitenscheibe erhält er einen Faustschlag ins Gesicht. Die ermittelnden Beamten gehen zurzeit Hinweisen nach.

Und noch ein Fall gibt Rätsel auf: Ein Springer und sein Kumpel machen sich am Sonnabendmorgen sturzbetrunken nach einem Gaststättenbesuch auf dem Heimweg. Es ist gegen halb drei, als sich der Weg der beiden trennt. Zwischen Brandenburger Straße und Kurzem Ging sollen mehrere Personen auf den 52-Jährigen eingeschlagen und ihm sein Portemonnaie gestohlen haben. Der Mann wird schwer am Kopf verletzt – bemerkt das aber erst nach dem Aufwachen am nächsten Morgen. Er kommt ins Krankenhaus, kann sich kaum noch an den Vorfall erinnern. Was es ein Raubüberfall oder eine Sturzverletzung? Das soll jetzt ein Rechtsmediziner klären.

Die Polizei sucht Zeugen: 05041/94290.



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