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Gewalt gegen Retter bereitet Sorgen

SPRINGE. Auch in Springe beklagen Retter zunehmende Gewalt gegen Mitarbeiter: Ortsbrandmeister Florian Doege berichtet von einem Unfall im Februar, bei dem ein Auto gegen ein Haus in der St.-Andreas-Straße geprallt war. Als Ehrenamtliche Hilfe leisteten, wurden sie von den Insassen angepöbelt und körperlich angegangen.

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Autor:

Patricia Szabo

Die Springer Feuerwehr hatte während ihrer Jahresversammlung am Wochenende aber auch gute Nachrichten zu verkünden: Um den Nachwuchs etwa muss man sich bei den Ehrenamtlichen offenbar keine Sorgen machen. „Ich hoffe auf einen langen Bestand“, lobte Ortsbrandmeister Florian Doege die Kinderfeuerwartin Katrin Doege-Baxmann. Bereits im September war die Kinderfeuerwehr „Die Burghofdrachen“ ins Leben gerufen worden. „Wir haben einen regen Zulauf“, freute sich Doege-Baxmann. Die mittlerweile 19 Kinder zwischen sechs und zwölf Jahren treffen sich jeden dritten Mittwoch im Monat. Nachwuchs können die Kameraden auch gebrauchen: Bei 167 Einsätzen löschten die 67 aktiven Kameraden 78 Brände und leisteten 89 Mal Hilfe. Auch der Moorbrand beschäftigte elf Kameraden, die für zwei Tage nach Meppen entsandt wurden.

Zu den Höhepunkten des Jahres gehörte die Feier zum 90-jährigen Bestehen des Musikzuges der freiwilligen Brandschützer. „Ihr habt ein geiles Fest auf die Beine gestellt“, bedankte sich Doege bei den Helfern. Nach einem ereignisreichen 2018 möchten die Kameraden dieses Jahr etwas ruhiger angehen lassen. Im Mittelpunkt stehen die Beschaffung eines Hilfsleistungslöschfahrzeugs (HLF) und eines neuen Gerätewagens. „Das Thema beschäftigt uns seit drei Jahren“, sagte der Ortsbrandmeister. Mit der Auslieferung des HLF sei, laut Doege, jedoch nicht mehr, wie geplant, bis September, sondern erst bis Dezember zu rechnen. Wann das zweite Fahrzeug ausgeliefert wird, sei bislang nicht bekannt.

„Eine gute Ausbildung lässt sich nicht in Zahlen ausdrücken, sondern einer erfolgreichen Feuerbekämpfung“, betonte Zugführer Torsten Baxmann in seinem Ausbildungsbericht. Demnach betrieben die Feuerwehrleute „eine Ausbildung in all ihren Facetten“.

Ortsbürgermeister Karl-Heinz Friedrich machte sich Sorgen: „Es scheint schick zu werden, bei manchen Schwachköpfen auf Erden, dass sie die Arbeiten behindern, und gaffen kommen, oft mit Kindern“, rezitierte er ein selbst geschriebenes Gedicht.

In seinen Grußworten erinnerte Carsten Kohlmeyer von der Verwaltung an die „beträchtlichen Investitionen in den kommenden Jahren“. Das Gutachten für den Feuerwehrbedarfsplan sei „zu 99 Prozent fertig“. Auch habe der Rat Geld bewilligt und sammle Daten zum Einsatzgeschehen und dem Gefahrenpotenzial. „Mit diesen Daten wird ein Feuerwehrbedarfsplan erstellt und im Frühjahr bekannt gegeben“, sagte Kohlmeyer. Er hofft, dass der im Sommer vom Rat verabschiedet wird.



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