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Getreide-Ernte: Bis zu 30 Prozent Einbußen

SPRINGE. Das Getreide ist geerntet – die Bilanz fällt mager aus: Laut Björn Estorf, stellvertretender Bezirksvorsitzender des Landvolks-Kreisverbands, müssen Bauern beim Getreide an sehr wasserarmen Standorten Einbußen von bis zu 30 Prozent wegstecken. Im Schnitt sei der Ertrag zehn bis 15 Prozent geringer als normal.

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Mischer

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Ralf T. Mischer Redakteur zur Autorenseite

Und auch die Rüben und der Mais hätten unter der Trockenheit enorm gelitten, so sehr, dass etwa die Rüben bereits die Blätter hängen ließen. Kein gutes Zeichen. Aber dann kam am Sonnabend doch noch Regen. Estorf: „Das war wunderbar – aber wenn die Temperaturen so bleiben, dann hält die Feuchtigkeit nur drei bis vier Tage vor. Und dann ist wieder alles wie zuvor.

Und da hat allein schon die Bodenbearbeitung Probleme gemacht: „Es ist so trocken, so etwas hat man selten erlebt“, resümiert der Gestorfer: „Jede Bodenbearbeitung erzeugt nur Staub und Dreck“, weshalb etliche Landwirte gerade auf das Auflockern des Bodens nach der Ernte verzichten würden. Und auch eine Zwischenfrucht lasse sich derzeit nicht aussäen, weil schlicht das Wasser fehle. „Ich finde das schon bedenklich“, sagt der Landwirt.

Seine Hoffnung ist, dass die Rüben, die nach dem kräftigen Schauer am Sonnabend – in Gestorf waren 25 Millimeter und danach noch einmal sieben Millimeter gefallen – wieder aufrichten. Und, dass die Blätter dann auch oben bleiben. Hält das trockene Wetter in den nächsten Tagen an, sieht der den Ernte-Ertrag auch bei Rüben und Mais in Gefahr. „Die Trockenheit darf nicht lange dauern, sonst steht die Pflanze irgendwann gar nicht mehr auf.“ Insofern könnte der Regen am Wochenende den Rübenpflanzen eine kleine Schonfrist verschafft haben. Und beim Mais sieht Estorf jene im Vorteil, die früher gesät haben, „weil die Pflanzen die Feuchtigkeit besser ausnutzen konnten“. Auch beim Mais geht er davon aus, „dass er nicht die Erträge des Vorjahres“ haben wird.

Bereits jetzt fürchtet der Gestorfer, dass nicht wenige Betriebe niedersachsenweit nach den Folgen der Trockenheit und dadurch verursachte starke Verlusten ihre Hoftore für immer schließen müssen.

Dabei sieht er Springe, nicht nur ob der guten Bodenqualität, nicht ganz so schlimm von der Trockenheit heimgesucht. Estorf: „Es gibt Gegenden, die weit schlimmer betroffen sind, als wir.“



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