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Gestorfs Ortsbürgermeister fordert Lkw-Maut

GESTORF. Im Kampf um eine Verkehrseindämmung auf der Calenberger Straße sieht Ortsbürgermeister Eberhard Brezski einen neuen Ansatz: Die Belastung durch Schwerlastverkehr durch eine Mautpflicht einzudämmen, hält er für eine geeignete Lösung – auch wenn die Region Hannover nach einer Prüfung den Kopf geschüttelt hat.

Ein Lastwagen rollt durch Gestorf. Der Ortsbürgermeister möchte den Lastverkehr mithilfe einer Maut eindämmen. FOTO: BRINKMANN-THIES

Autor:

ANNE BRINKMANN-THIES

Nach Brezskis Einschätzung aber gibt das Bundesfernstraßenmautgesetz genau diese Möglichkeit einer Mauteinführung für die Calenberger Straße her, für die das Land als Träger zuständig ist. Im Gesetz heißt es in Paragraf 1, im vierten Absatz, dass die Mautpflicht auf genau bezeichnete Abschnitte von Straßen nach Landesrecht ausgedehnt werden kann. Voraussetzung dafür seien Mautausweichverkehr zu vermeiden oder Gründe der Verkehrssicherheit. Mautpflichtig werden könnten Teilstrecken aber auch „wegen ihrer Funktion zur Verknüpfung von Schwerpunkten des weiträumigen Güterverkehrsaufkommens mit dem Bundesfernstraßennetz“.

„Ich weiß nicht, wo diese Gründe zutreffender sein sollten, wenn nicht bei uns“, so der Ortsbürgermeister in der Sitzung des Gestorfer Ortsrats am Mittwochabend und kündigte an: „Ich werde diesen Ansatz weiterverfolgen“. Und er wolle sich diesbezüglich auch mit Eldagsens Ortsbürgermeister Karl-Heinrich Rohlf abstimmen, durch dessen Ort ebenfalls viele LKW fahren. Denkbar sei es auch, den Antrag auf Maut auch für die Strecke durch Bennigsen zu beantragen. „Wir wollen auf keinen Fall, dass unsere Nachbarorte am Ende stärker belastet werden“, so Brezski.

Bei dem Vorhaben, die Verkehrsbelastung für die Ortsdurchfahrt zu reduzieren, will Brezski auch im Niedersächsischen Wirtschafts- und Verkehrsministerium vorstellig werden. Um dort einen Termin zu bekommen, setzt er auf die Unterstützung der SPD-Landtagsabgeordneten Kerstin Liebelt, die sich Mitte Oktober mit Anwohnern der Calenberger Straße getroffen und sich selbst ein Bild gemacht hatte. Argumentationshilfe beim Kampf gegen die Verkehrsflut könnten dem Ortsrat auch aktuelle Radarmessungen liefern. Eine erste Messung sei erfolgt. Und obgleich durch die Brückensperrung in Schulenburg geringere Zahlen zu erwarten gewesen wären, sei dies nach Auskunft der Stadt Springe nicht der Fall gewesen, berichtete Brezski.

Nun soll noch einmal Ende dieses Monats gemessen werden. Und noch etwas brennt beim Thema Calenberger Straße auf den Nägeln: „Was ist mit unserem Wunsch nach einem Spiegel an der Ecke Calenberger Straße/Hannoversche Straße?“, wollte Jürgen Kuschnereit (CDU) wissen. Wie berichtet, ist die Stelle sehr schlecht einsehbar.

Die Straßenmeisterei Wennigsen sperre sich nach wie vor, berichtete Brezski. Nun solle auch dieses Anliegen bei einem Termin im Ministerium angesprochen werden.

Fortschritte gibt es nach Auskunft des Ortsbürgermeisters aber auch: Die Stadt werde die Parksituation in der Calenberger Straße verstärkt überwachen.

Und auch nach Autos, die verbotenerweise auf den Gehwegen parkten, verstärkt Ausschau halten. Auf Unterstützung durch die Stadt setzt Brezski zudem bei dem langjährigen Wunsch nach einer Umgehungsstraße.



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