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Gestorf will Betreuung ausbauen

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Autor:

von Anne Brinkmann-Thies

Und auch für die jüngsten Bewohner Gestorfs zeichnet sich eine Krippenbetreuung ab.

Derzeit gibt es Überlegungen, zwischen dem östlichen Trakt der Grundschule und der DRK-Kita neuen Raum für die älteren Kita-Kinder zu schaffen, erklärte Ortsbürgermeister Eberhard Brezski (SPD) in der jüngsten Sitzung des Gestorfer Ortsrats. In der Kita selbst wäre dann Platz für die U-3-Kinder.

„Der Bedarf an einer Krippenbetreuung ist riesengroß“, machte Brezski deutlich. Das habe eine Abfrage der Stadt Springe ergeben.. Nun gelte es, geeignete Räume zu finden. Eine erste Idee, die bisherige Verwaltungsaußenstelle im Ort umzufunktionieren, seien verworfen worden. Auch im Gebäude des DRK-Kindergartens sei derzeit kein Platz.

Vielmehr werde von der Stadt geprüft, ob es einen neuen Bau zwischen dem Grundschultrakt und der Kita geben könne, berichtete Brezski. Dort könnten dann die älteren Kindergarten-Kinder einziehen. Somit würden sie sich zugleich räumlich ihrem Schulbesuch annähern. Das Konzept dieser Verzahnung heißt „Bildungshaus“, erklärte Brezski.

Und er machte zugleich deutlich: Die Gestorfer Grundschule sei in „keiner Weise in ihrer Existenz bedroht“. In der Vergangenheit war immer wieder die Sorge aufgeflammt, die kleine Grundschule, in der auch jahrgangsübergreifend unterrichtet wird, könnte eines Tages geschlossen werden. Wegen der bestehenden Einzügigkeit gibt es dort auch kein Ganztagsangebot wie etwa in der benachbarten Bennigser Grundschule. Die wollte der Förderverein der Gestorfer Grundschule vor einiger Zeit nun in Eigenregie organisieren.

Ein erster Anlauf der interessierten Eltern war allerdings gescheitert, selbst eine Tagesmutter zu engagieren und eine Wohnung anzumieten. Auch der Ortsrat wollte dieses Vorhaben unterstützen. Eltern und Ortsrat fühlten sich aber von der Stadtverwaltung ausgebremst. Es gab viel Unmut. „Ich bin jetzt dankbar für die Gesprächsbereitschaft von Fachbereichsleiter Clemens Gebauer“, erklärte der Ortsbürgermeister und fügte hinzu: „Das war nicht immer der Fall“. Für ihn sei jetzt aber die Zukunft wichtig, so Brezski.

Die Stadtverwaltung prüfe derzeit, ob eine Betreuung durch eine Tagesmutter – auch rechtlich – möglich sei, berichtete er. Die Eltern hätten ihm signalisiert, dass möglicherweise auch eine Betreuung bis 14 Uhr für ihre Kinder ausreichend sei. Nun müssten alle Optionen und Möglichkeiten in Ruhe diskutiert und ausgelotet werden. Dabei könne auch geprüft werden, ob das einstige Jugendzentrum im Ort, die „Mikrowelle“, als Betreuungsraum in Betracht komme.

Die Stadt habe zwischenzeitlich auch überlegt, eine Nachmittagsbetreuung für Gestorfer Grundschüler an das DRK zu vergeben. Doch dort habe man abgewunken.



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